Das Licht unter dem Nebel

3 Minuten

Die Seele schreit, das Herz ist stumm,
Die Welt dreht sich bleischwer herum.
Du trägst die Last, du suchst den Sinn,
Und fragst dich: Wo führt das alles hin?

Doch hör mir zu, verlier dich nicht: Dies
ist ein Kapitel, noch nicht das Gedicht.
Ein weicher Stoff, ein tiefes Atmen, das
Gesicht gewaschen, raus aus dem Schatten.

„Ich bin noch da“, sagst du ganz leise,
und setzt fort deine mutige Reise.
Müdigkeit ist kein Zeichen von Fall,
sie ist das Echo vom Lebensschall.

Du musst nicht wissen, was morgen
geschieht, Oder wie sich das Glück vor
dir entzieht. Entscheide dich heute, nur
für diesen Moment: Für das kleine Feuer…

das in dir brennt. Denn keine Träne fließt
ganz ohne Grund, sie spült dich frei, sie
macht dich gesund. Leg ab die Rüstung,
den harten Kampf, lass los den Druck …

den inneren Krampf. Unter dem Nebel,
tief in dir drin, liegt dein Leuchten, liegt
dein Beginn. Gib nicht auf, wenn der Tag
dich heut’ biegt, weil in der Sanftheit …

dein größter Sieg liegt. Die Nacht wird
weichen, das Licht bricht sich Bahn,
ein neuer Morgen klopft leise schon an.
Bessere Tage, sie sind schon auf dem Weg.

Du bist die Brücke, du bist der Steg.
Glaub an das Wunder, das in dir ruht –
Du zu sein, braucht die größte Wut und
ebenso auch den größten Mut!

Vertrau dem Lauf, dem Auf und Ab,
leg die Angst vor dem Morgen ab.
Was heute brennt und heute schmerzt,
wird Licht in deinem Löwenherz.

Denn die Geschichte schreibt sich
fort, Glück ist das letzte, wahre Wort.
Am Ende wird alles gut und klar, so
wunderbar und auch sonderbar.

Und fühlst du noch die schwere Last,
weil du das Ziel noch nicht hast erfasst?
Dann atme tief, sei ohne Sorge: Es ist
noch nicht das Ende – es ist nur heute…

nicht das Morgen. So steh nun still
im grauen Dunst, das bloße Sein ist
deine Kunst. Die Welt mag laut nach
Taten schreien, doch du- darfst dich…

dem Schlaf verleihen. Denn Wurzeln
wachsen meist im Stillen, ganz ohne
Zwang, ganz ohne Willen. Im Dunkeln
sammelst du die Kraft, die morgen …

neue Wege schafft. Die Sonne braucht
den Mond zum Ruhen, genau wie wir
in unseren Schuhen. Der Nebel weicht
nicht durch Gewalt, er verschwindet …

wenn deine Seele strahlt. Hab keine
Angst vor leeren Händen, sie helfen
dir, das Blatt zu wenden. Das Schicksal
hält den Stift bereit, für deine neue …

helle Zeit. In dieser Stille, weit und
tief, erwacht, was schon lange im
Verborgenen schlief. Kein Sturm,
kein Drängen, kein lautes Wort…

nur du an deinem sichersten Ort.
Dort, wo der Lärm der Welt verblasst,
fällt ab die Tonnen schwere Last.
Es ist der Nullpunkt, sanft und leer…

kein Gestern drückt dich jetzt noch
sehr. Ein weißes Blatt, ein frischer
Wind, weil wir im Schweigen Schöpfer
sind. Der Neubeginn braucht …

keinen Plan, er fängt mit einem
Herzschlag an. Du musst nicht
laufen, geh ganz sacht, du hast
den Weg schon weit gebracht.

Aus tiefer Ruh’ wird Kraft geboren,
nichts von dir geht hier verloren.
Der Morgen kommt, das Licht ist nah –
du bist ganz neu, und doch noch da.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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