Der Duft von Zimt, Tannengrün und gebrannten Mandeln lag schwer über dem Marktplatz von Altenbrück. Überall lachten Menschen, schoben sich dicht gedrängt an den hell erleuchteten Holzbuden vorbei und tranken heißen Punsch. Es war der Abend des vierzehnten Dezembers. Mitten in diesem bunten Treiben stand Nick. Er trug einen dicken, grauen Mantel, hatte die Hände tief in den Taschen vergraben und blickte fast ein wenig verloren auf die funkelnden Lichterketten.

„Schön hier, oder?“, fragte eine sanfte Stimme neben ihm.

Nick drehte den Kopf. Marlena stand da. Ihre Wangen waren gerötet von der Kälte, und unter ihrer Wollmütze lugten ein paar widerspenstige Locken hervor. Sie lächelte ihn an – dieses warme, ehrliche Lächeln, das Nick vom ersten Tag an fasziniert hatte.

„Ja, schon“, sagte Nick leise und sah wieder zu Boden. „Die Lichter sind schön. Aber irgendwie… fühle ich mich hier fehl am Platz. Schau sie dir an. Alle wirken so glücklich, so zielstrebig. Und ich? Ich bin nicht sonderlich, Marlena. Nur etwas anders sicherlich, doch nichts Besonderes an mir. Nur ein grauer Punkt in einer grauen Masse.“ Seit seiner Kindheit trug Nick das Gefühl in sich, irgendwie anders und niemals ganz richtig zu sein.

Marlena sah ihn an. Ganz still und sacht. Sie schüttelte nur leise den Kopf, und in ihren Augen lag eine tiefe, unerschütterliche Wärme. „Sag das nicht, Nick. Ein jeder von uns ist als Wunder gedacht. Auch wenn man selbst gerade nicht daran glaubt.“

Nick seufzte, und sein Atem bildete eine kleine weiße Wolke in der Winternacht. „Das ist ein schöner Gedanke, Marlena. Aber die Realität ist anders. Erziehung prägt uns. Die Gesellschaft macht uns ähnlich mit der Zeit. Man wird so lange verbogen, bis man in die Form passt. Bis man funktioniert. Als Kind fängt man als Unikat an, und am Ende bleibt nur ein matter, fremder Widerschein von dem, was man mal sein wollte.“

Es schmerzte Marlena zu hören, wie tief dieser Glaube in ihm saß. Sie spürte, wie ihr bei dem Gedanken an diesen grauen Kreislauf fast kalt wurde. Aber sie widersprach ihm nicht direkt. Stattdessen griff sie nach seiner Hand. Ihre Finger, die trotz der Kälte wohltuend warm waren, schlossen sich um seine.

„Komm mit“, sagte sie leise. „Ich möchte dir etwas zeigen.“

Sie führte ihn weg vom lauten Marktplatz, hinein in die ruhigen, kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt. Hier, abseits des Trubels, schluckte der frisch gefallene Schnee jedes Geräusch. Es war magisch still. Nach ein paar Minuten blieben sie vor einem alten, kleinen Laden stehen. Im Schaufenster brannten Dutzende von Kerzen in den verschiedensten Formen und Farben – von tiefem Saphirblau über warmes Sonnengelb bis hin zu einem sanften, glühenden Rot.

An der Tür hing ein Schild aus Holz: „Lichtmanufaktur – Jedes Stück ein Unikat.“

Marlena drückte die Klinke nach unten. Ein helles Glöckchen ertönte. Drinnen roch es nach Bienenwachs und Geborgenheit. Hinter dem Tresen stand ein älterer Mann mit einem dichten, weißen Bart und einer Brille auf der Nasenspitze. Er polierte gerade einen gläsernen Kerzenleuchter.

„Guten Abend, ihr beiden“, sagte der alte Mann mit einer tiefen, freundlichen Stimme. „Sucht ihr nach einem Licht für die dunklen Tage?“

„Vielleicht“, antwortete Marlena und sah Nick an. „Mein Freund glaubt, dass alle Lichter am Ende gleich sind. Dass die Masse uns grau macht.“

Der alte Lichtmacher hielt in seiner Bewegung inne. Er blickte über den Rand seiner Brille, sah erst Marlena an und dann Nick. Sein Blick war klug und wach. Ein feines, wissendes Lächeln stahl sich auf seine Lippen, gemischt mit einem Funken von Humor.

„Gleich?“, wiederholte der Alte und stellte den Leuchter beiseite. „Junger Mann, schauen Sie sich um. Aus der stillen Glut zweier Funken ergießt sich jedes neue Leben, jede dieser Kerzen hier. Ich mische das Wachs für jede einzelne von ihnen selbst. Ein Dasein, rein und voller Mut, das niemand je noch einmal genau so macht. Keine Flamme gleicht der anderen ganz. Die eine flackert wild und mutig, die andere brennt ruhig und beständig. Das Einzigsein ist der Lohn des Lebens. Warum sollte das bei den Menschen anders sein?“

Nick schwieg. Er betrachtete eine kleine, unscheinbare Kerze in der Ecke. Sie war nicht perfekt symmetrisch, sie hatte Ecken und Kanten.

„Siehst du“, flüsterte Marlena und trat ganz nah an Nick heran. So nah, dass er das vertraute Parfüm an ihrem Mantel riechen konnte. „Schon das allein macht dich zum Licht, Nick. Aber längst ist das nicht alles. Wenn mein Blick den deinen trifft, dann sehe ich keine graue Masse. Ich erkenne tausend Farben in dir.“

Nick sah sie überrascht an. „Farben? In mir?“

„Ja“, sagte Marlena, und ihre Stimme hatte diesen unverkennbaren Klang, der Nicks Seele jedes Mal leise fing und festhielt. „Da ist dein klares, waches Denken, das sich immer mit diesem feinen Witz vermengt, den ich so liebe. Und schau dich an.“ Sie hob vorsichtig ihre Hand und strich ihm mit dem Daumen über die Wange. „Deine Augen, deine Lippen, der feine, klare Zug deiner Nase… es gibt dich auf dieser weiten Erde kein zweites Mal. Das ist doch schon genug.“

Nick spürte, wie ein warmes Gefühl in seiner Brust aufstieg, das die Kälte des Winters im Nu vertrieb.

„Dein Herz und deine Seele“, fuhr Marlena fort, und ihre Augen glänzten im Schein der vielen Kerzen, „sind ein fest verbundenes Gespann. Ich habe gesehen, wie du für andere da bist. Ich weiß, dass du selbst im härtesten Sturm und bei Gegenwind die steilsten Hürden meistern kannst. Lass dir das niemals nehmen. Lass dir nicht nehmen, was dich innen ruft und weiter treibt. Denn wo man deine Farben hasst oder übersieht… da bleibt am Ende nur Grau. Und du bist kein Grau. Dein Licht ist deine eigene Flamme.“

Der alte Lichtmacher lächelte still im Hintergrund, nahm eine kleine, kunstvoll geformte Kerze aus dem Regal, entzündete ihren Docht mit einem langen Zündholz und reichte sie Nick. Die Flamme brannte ruhig, aber unglaublich hell, und das Wachs schimmerte in warmen Regenbogenfarben.

„Ein Geschenk des Hauses“, sagte der alte Mann leise. „Damit Sie sich erinnern, wenn es draußen mal wieder zu dunkel wird.“

Nick nahm die Kerze entgegen. Seine Hände zitterten ein wenig, aber nicht vor Kälte. Er sah von der Kerze auf zu Marlena. In ihren Augen spiegelte sich das bunte Licht der Flamme. In diesem Moment verstand er. Er verstand, dass er nicht perfekt sein musste, um besonders zu sein. Er musste einfach nur er selbst sein.

„Danke“, flüsterte Nick, und das Wort galt dem alten Mann, aber sein Blick war ganz auf Marlena gerichtet.

Als sie den kleinen Laden wieder verließen, hatte sich die Welt verändert. Der Schnee draußen glänzte nicht mehr bloß weiß – er reflektierte die Lichter der Stadt in tausend verschiedenen Nuancen. Sie gingen schweigend nebeneinander her, die kleine Kerze sicher in Nicks Hand, geschützt vor dem Wind.

Kurz vor Nicks Haustür blieb er stehen. Er stellte die Kerze auf eine geschützte Mauerecke, drehte sich zu Marlena um und zog sie sanft an sich. Sie schmiegte sich an ihn, und die Umarmung fühlte sich an wie ein warmes, schützendes Band, das sie beide mit der Welt verband.

„Marlena?“, fragte er leise in ihr Haar.

„Ja?“

„Danke, dass du mein Licht siehst, wenn ich selbst nur im Dunkeln tappe.“

Marlena sah zu ihm auf und lächelte ihr schönstes Lächeln. „Ich werde es dir immer wieder zeigen, Nick. So lange, bis du es selbst siehst.“

Sie gaben sich einen sanften Kuss im leisen Schneefall. Und während die Flocken um sie herum tanzten, wusste Nick tief in seinem Herzen: Er war wundervoll. Er war einzigartig. Und er war genau richtig, so wie er war. Es gab keinen zweiten Menschen auf dieser Erde, der genau so war wie er – und das war das schönste Geschenk, das dieses Weihnachtsfest ihm bringen konnte.

Das Leuchten des Alltags

Der Duft von Zimt und gebrannten Mandeln war verflogen, und mit dem Januar war die gewohnte, nüchterne Realität nach Altenbrück zurückgekehrt. Der Marktplatz, der Wochen zuvor noch im warmen Lichtermeer erstrahlt war, wirkte unter dem grauen Nachmittagshimmel trist und leer. Nick stand am Fenster seines Büros im zweiten Stock und blickte hinab auf die nasskalten Straßen.

In seinem Kopf hallten die Worte seines Chefs wider, der ihm vor einer Stunde unmissverständlich klargemacht hatte, dass sein Entwurf für das neue Bauprojekt „zu unkonventionell“ sei. „Wir müssen in den vorgegebenen Strukturen bleiben, Herr Richter. Keine Experimente. Passen Sie sich dem Standard an.“

Da war es wieder. Das alte, lähmende Gefühl. Der graue Druck der Masse, der ihn verbiegen und in eine Form pressen wollte. Nick spürte, wie die vertraute Kälte in seine Brust kriechen wollte. Er fasste in seine Manteltasche, die an der Stuhllehne hing. Seine Finger berührten die glatte Oberfläche einer kleinen, bunten Kerze. Er hatte sie seit jenem Abend im Dezember jeden Tag bei sich getragen – als stummen Anker.

Ein leises Vibrieren riss ihn aus den Gedanken. Eine Nachricht von Marlena: „Treffen wir uns nach der Arbeit auf einen Tee? Ich hole dich ab.“

Schon beim Lesen der Worte spürte Nick, wie sich der Knoten in seiner Brust ein wenig lockerte.

Zwanzig Minuten später trat er aus dem Gebäude. Der Wind blies ihm eisig ins Gesicht, doch am Ende der Stufen stand Marlena. Sie trug dieselbe rote Wollmütze wie im Dezember, und als sie ihn sah, winkte sie ihm mit diesem unerschütterlich warmen Lächeln zu.

„Du siehst aus, als hätte der Januar dir deine Farben geklaut“, sagte sie sanft, als sie sich zur Begrüßung umarmten.

„Mein Entwurf wurde abgelehnt“, gab Nick zu, während sie gemeinsam durch die Straßen schlenderten. „Zu anders. Zu wenig Standard. Es ist genau das, was ich damals meinte, Marlena. Die Welt will kein Unikat. Sie will eine funktionierende Kopie.“

Marlena schwieg für einen Moment. Sie führte ihn nicht in das moderne Café an der Hauptstraße, sondern bog zielsicher in die vertrauten, kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt ab. Vor dem Schaufenster der kleinen Lichtmanufaktur blieben sie stehen. Drinnen brannte das vertraute, warme Kerzenlicht, auch wenn der Laden heute geschlossen hatte.

„Erinnerst du dich an das, was der alte Lichtmacher gesagt hat?“, fragte Marlena und drehte sich zu ihm um. Ihre Augen fixierten ihn mit dieser tiefen Ernsthaftigkeit, die er so an ihr schätzte. „Keine Flamme gleicht der anderen. Manche flackern wild, manche brennen ruhig. Dein Entwurf war wild und mutig, Nick. Dass sie ihn ablehnen, bedeutet nicht, dass er schlecht ist. Es bedeutet nur, dass sie verlernt haben, das Besondere zu sehen.“

Nick blickte auf die brennenden Kerzen im Schaufenster. „Aber wie soll ich in einer Welt bestehen, die nur Grau sehen will, ohne selbst grau zu werden?“

Marlena trat einen Schritt näher und legte ihre Hände an seine Wangen. Ihre Finger waren wie immer wohltuend warm. „Indem du deine Flamme nicht löschst, nur weil der Wind bläst. Du hast mir an Weihnachten gesagt, dass ich dein Licht sehe. Aber die wahre Kraft liegt darin, dass du es schützt. Dein waches Denken, dein feiner Witz, deine Ideen – das bist du. Wenn du dich anpasst, verliert die Welt ein Unikat. Und das lasse ich nicht zu.“

Nick sah in ihre Augen, in denen sich das sanfte Licht der Schaufensterkerzen spiegelte. Er spürte, wie die Wärme in ihm zurückkehrte – nicht als plötzliches Aufflammen wie im Dezember, sondern als beständiges, tiefes Glühen. Es war die Erkenntnis, dass der Zauber jener Nacht kein flüchtiger Moment gewesen war. Es war ein Fundament, auf dem er von nun an bauen konnte.

Er legte seine Hände über ihre. „Du hast recht“, sagte er, und ein echtes, befreites Lächeln stahl sich auf seine Lippen. „Ich werde den Entwurf nicht wegwerfen. Ich werde ihn überarbeiten, aber ich werde seinen Kern behalten. Sie müssen nicht alles annehmen, aber sie werden sehen, wer ich bin.“

Marlena lächelte ihr schönstes Lächeln und gab ihm einen schnellen Kuss auf die Nasenspitze. „Das ist mein Nick. Und jetzt komm, der Tee wartet. Ich will alles über deine ‚unkonventionellen‘ Ideen hören.“

Als sie Hand in Hand weitergingen, wirkte der Januarhimmel über Altenbrück gar nicht mehr so grau. Für Nick hatte der Alltag seine Farben nicht verloren – er hatte gelernt, sie selbst zum Leuchten zu bringen.

Das Leuchten des neuen Jahres

Ein Jahr war vergangen, und der Kreis schloss sich. Es war wieder der Abend des vierzehnten Dezembers, und der Marktplatz von Altenbrück lag unter einer dichten, weißen Schneedecke. Der Duft von Zimt, Tannengrün und gebrannten Mandeln lag schwer und vertraut in der Luft. Die Holzbuden leuchteten hell, und die Menschen schoben sich lachend und dicht gedrängt aneinander vorbei.

Mitten in diesem bunten Treiben stand Nick. Er trug denselben dicken, grauen Mantel wie im Vorjahr, doch seine Haltung hatte sich verändert. Seine Hände steckten nicht mehr tief vergraben in den Taschen; er stand aufrecht, den Blick offen und mit einem ruhigen, festen Lächeln auf den Lippen. Das Gefühl, ein verlorener, grauer Punkt in einer grauen Masse zu sein, war verschwunden.

„Schön hier, oder?“, fragte eine sanfte Stimme neben ihm.

Nick drehte den Kopf und blickte in das vertraute Gesicht von Marlena. Ihre Wangen waren gerötet von der Kälte, und unter ihrer Wollmütze lugten die widerspenstigen Locken hervor.

„Wunderschön“, sagte Nick, nahm ihre Hand und drückte sie fest. „Aber dieses Mal fühle ich mich genau am richtigen Platz.“

Das vergangene Jahr war kein Selbstläufer gewesen. Es hatte Mut gekostet, den unkonventionellen Entwurf im Büro gegen alle Widerstände zu verteidigen. Doch Nick hatte seine Flamme geschützt. Der Entwurf wurde schließlich realisiert, hatte dem Architekturbüro einen Innovationspreis eingebracht und Nick eine neue Position beschert, in der seine kreativen Eigenheiten nicht mehr als „störend“, sondern als visionär galten. Er hatte gelernt, dass die Welt erst dann Platz für ein Unikat macht, wenn man aufhört, sich für sie zu verbiegen.

„Komm mit“, sagte Nick nun seinerseits, übernahm die Führung und zog Marlena sanft aus dem Trubel des Marktplatzes hinein in die stillen, kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt.

Der frisch gefallene Schnee dämpfte ihre Schritte, bis nur noch die magische Stille der Nacht sie umgab. Nach wenigen Minuten blieben sie vor dem kleinen, alten Laden stehen. Im Schaufenster brannten wie eh und je Dutzende von Kerzen in allen erdenklichen Farben.

An der Tür hing das hölzerne Schild: „Lichtmanufaktur – Jedes Stück ein Unikat.“

Als Nick die Klinke nach unten drückte, ertönte das helle Glöckchen. Der Duft von Bienenwachs und Geborgenheit schlug ihnen entgegen. Hinter dem Tresen stand der ältere Mann mit dem dichten, weißen Bart. Er blickte über den Rand seiner Brille, und als er die beiden erkannte, stahl sich ein tiefes, wissendes Lächeln auf seine Lippen.

„Guten Abend, ihr beiden“, sagte der alte Lichtmacher mit seiner tiefen, freundlichen Stimme. „Ein Jahr ist vergangen. Hat das Licht durch die dunklen Tage geholfen?“

Nick trat an den Tresen und stellte eine kleine, fast bis zum Boden abgebrannte Kerze auf das Holz. Das bunte Wachs war zu einer einzigartigen, unregelmäßigen Form verschmolzen.

„Sie hat mich an jedem einzelnen Tag erinnert“, sagte Nick leise und sah den alten Mann dankbar an. „Ich bin nicht mehr grau.“

„Das waren Sie nie, junger Mann“, erwiderte der Lichtmacher, nahm die Reste der alten Kerze behutsam entgegen und stellte sie auf ein Ehrenregal hinter sich. „Sie mussten nur lernen, im eigenen Rhythmus zu flackern.“

Als sie den Laden kurz darauf wieder verließen, hielt Nick eine neue, frisch gegossene Kerze in der Hand. Draußen tanzten die Schneeflocken im Schein der Straßenlaternen.

Kurz vor der Haustür blieb Nick stehen. Er stellte die neue Kerze auf dieselbe geschützte Mauerecke wie vor genau einem Jahr. Dann drehte er sich zu Marlena um, nahm ihre beiden Hände und sah ihr tief in die Augen, in denen sich das bunte Licht der Stadt spiegelte.

„Vor einem Jahr hast du mir gesagt, dass du tausend Farben in mir siehst“, begann Nick, und seine Stimme war fest und voller Wärme. „Dieses Jahr habe ich sie endlich selbst sehen können. Aber das Schönste an all diesen Farben ist, dass sie erst durch dich angefangen haben zu leuchten.“

Marlena lächelte ihr schönstes Lächeln, und eine kleine Träne des Glücks glänzte auf ihrer Wange. „Ich habe dir versprochen, dass ich es dir so lange zeige, bis du es selbst siehst. Und schau dich jetzt an.“

Nick zog sie sanft an sich, und während sie sich im leisen Schneefall einen tiefen, vertrauten Kuss gaben, wusste er, dass dieses Weihnachtsfest kein Anfang mehr war, sondern die Feier eines Lebens, das er endlich als sein eigenes Unikat lebte.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
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Mein Motto ist: einfach mal machen!


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