Das Juwel der Seele

Ein Lichtglanz, der die Welt entfacht,
ein Reichtum, den kein Gold bemisst.
Sie führt uns durch die dunkle Nacht,
solang man ihren Mut nicht vergisst.

Sie lässt uns wachsen, blühen, sein,
verströmt der Seele süßen Duft.
Doch hüllt sie uns auch fröstelnd ein,
wenn ihre Glut im Nichts verpufft.

Dann schlägt das Herz in bitt’rer Not,
aus Leidenschaft wird herbes Leid.
Wo einst die rote Rose bot,
herrscht nun die graue Einsamkeit.

Man gab die Freiheit willig her,
um sich im Andren ganz zu finden.
Nun wiegt die Eifersucht so schwer,
die Ketten lassen sich nicht winden.

Im Sturm von Misstrauen und Groll
erlischt des Glückes letzter Schein.
Das Herz, von tiefen Narben voll,
fühlt sich zerschunden und allein.

Doch schau empor zum Sternenzelt,
du bist ein Teil vom großen Weben.
Die Liebe ist’s, die alles hält –
der einz’ge Schatz in unsrem Leben.

Denn wer den Kern der Liebe kennt,
sieht Wundersames im Verborgnen,
ein Licht, das nur für jene brennt,
die sich im Unsichtbaren bergen.

Dana Stella Schuhr

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