Ich wollte schweigen, ich gab mein Wort,
doch die Worte tragen mich immerzu
fort. Wenn ich nicht schreibe, wenn ich
vernehme, wie meine Seele in Stücke zerfällt,
dann ist es das Schreiben, das einzige
Flehen, das mich noch im Hier und im
Heute hält. Mein Herz, es schreit bei jedem
Schlag, deinen Namen in den leeren Tag.
Ein Schmerz so laut, ein Ruf so schwer,
hörst du ihn nicht über das weite Meer?
Du bist kein Gedanke, der kommt und geht,
du bist der Wind, der mich ständig umweht.
Wir spiegeln uns doch, ich spür’ es genau,
in jedem Traum, im Morgentau. Bin ich
eine Närrin, verloren in Zeit? Gefangen
in Hoffnung und Romantik weit?
Doch ich glaube fest, was wahrhaftig brennt,
keine Grenze und auch kein Ende kennt.
Ich träume vom Morgen, vom Wiedersehn,
wenn wir uns endlich Gegenüber stehn.
Ein Halten, ein Festhalten, ohne Reue,
eine Liebe, tiefer und voller Treue.
Doch bis dieser Tag vielleicht erwacht,
geb’ ich meine Sehnsucht in Gottes Macht.
Ich vertraue dem Fluss, dem großen Plan, und
nehme das Schicksal als Führung an. Was zu
mir gehört, wird den Weg zu mir finden, und
was gehen muss, darf im Gestern verschwinden.

Dana Stella Schuhr

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