Das Abenteuer unsrer Ewigkeit

2 Minuten

Ich will der Spiegel deiner Seele sein,
die Unruhe, die dich im Innern treibt,
der laute Streit im matten Lampenschein,
und jene Kraft, die bis zum Ende bleibt.

Ich will dich halten, wenn dein Mut zerbricht,
und mit dir weinen, bis der Schmerz entweicht,
denn jede Wunde sucht ihr eignes Licht, das
uns am tiefsten Punkt der Nacht erreicht.

Wir streiten uns um Kleinigkeiten,
um Decken, Kleidung, offne Türen,
doch wollen wir uns sanft geleiten
und blind die Seelenpfade spüren.

Dein Kuss schmeckt nach Geborgen-
heit, ein Hafen, den ich nie verlasse,
wir heilen uns von altem Leid,
weit ab von jeder grauen Masse.

lch will dein Lieblingsessen kochen,
wenn du erschöpft nach Hause eilst,
nach Tagen, die zu schwer gekrochen,
in denen du den Geist zerteilst.

In meine Augen sollst du blicken,
dich fallen lassen, ganz und gar,
dein müdes Herz zu mir zu schicken,
das dort in Sicherheit schon war.

Ich will dich in den Wahnsinn treiben,
und stundenlang am Telefon, die Sehn-
sucht in die Nacht herbeischreiben,
als wärst du mein natürlicher Lohn.

Will deinen Namen blindlings ritzen
auf Blätter, die der Wind verweht,
und bei den Liebesliedern sitzen,
bis sich die Welt um uns nur dreht.

Gemeinsam werden wir die Welt entdecken,
an Stränden liegen, durch die Länder fliegen,
die größten Ängste mutig wecken und sie
gemeinsam im tiefen Vertrauen besiegen.

Du bist mein Sturm und mein Zufluchtsort,
der Grund, warum ich nach vorne seh,‘
ein ungesprochnes, heiliges Wort,
das ich auch ohne Sprache versteh‘.

Selbst wenn uns Meilen weit trennen
sollten, und du an einem andern Ort
verweilst, weiß ich, dass wir dies Schick-
sal wollten, weil du im Geiste mit mir teilst.

Ich will in deinen Augen ertrinken,
wenn deine Angst dich leise fängt,
und tief in jene Abgründe sinken,
wo sich die Hoffnung an uns hängt.

Doch um den Ring an uns zu binden,
muss jeder Geist vollkommen frei sein.
Wir dürfen uns nicht blind anwinden,
kein Zwang darf unser Schicksal weih’n.

Nur wer sich selbst gehört auf Erden,
kann sich dem Andern ganz vermachen,
um ohne Fesseln eins zu werden,
im Weinen und im freien Lachen.

Vielleicht wird uns dies Zeichen einen,
als reines, stolzes, freies Wollen,
wenn unsre Lebensfäden scheinen,
und Ströme durch die Jahre rollen.

Ein Bund, der keine Ketten schmiedet,
der uns im Weltenlärm bewahrt,
weil sich die Freiheit tief befriedet,
auf unsrer ganz besondren Fahrt.

Wenn Silber sich in unsre Haare webt,
wird kein Banales uns entzweien.
Weil unser Geist nach Höh’rem strebt,
wird uns das Lachen stets befreien.

Wir philosophieren, weise, heiter,
wo sanft Kalabriens Wellen wehn,
auf unsrem Weg als Lebensleiter,
um Hand in Hand durchs Licht zu gehn.

Die Welt mag sich im Wandel drehn,
die Zeit mag stumm an uns vorbei
gehn. Wir werden uns im Herzen
sehn, und ewig frei beieinander stehn.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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