Ein stilles Lächeln Ein kleines stilles Lächeln, erhellt den tristen Tag, es bringt Dir ein wenig Freude, so gut es das vermag. Verzaubert sanft die Herzen, dringt tief in die Seele ein, erstrahlt oft sehr viel heller, als jeder schöne Edelstein. Ein kleines stilles Lächeln, am grauen kalten Regentag, vertreibt so manche Wolken und sagt,…
Nur eine Nacht Nur eine Nacht in meiner Welt, die würd ich dir gern zeigen. Und wenn es dir dort nicht gefällt, wirst du es auch verschweigen? Dort regnet‘ s rote Tränen nieder und Flüsse sind aus Blut. Die Monster kommen immer wieder, zertrampeln jede Glut. Das Feuer brennt so schwarz und kalt und löschen…
Trotz allem Die Kraft versiegt, der Geist wird leer, das Eigene scheint mir so fern. Ich trage an der Welt so schwer und folge doch dem müden Stern. Ich flüchte mich ins Schweigen rein, verdränge, was mich quält und brennt. Doch holt mich jede Angst stets ein, die meine Seele beim Namen nennt. Ich bin…
Vom müssen zum sein Was gestern recht, was heute fehlt, ist morgen nur, was kaum noch zählt. In deinem Richtig, meinem Trug, liegt oft der Nichtigkeit Genug. „Man sollte“ ist ein graues Kleid, gewebt aus fremder Erwartbarkeit. Warum nach fremden Urteilen dürsten, wenn wir im Eigenen uns erst fürsten? Mal Schattenwurf, mal helles Licht, doch…
Liebste Liebe Bist du aufgewacht, hast du dein Herz bereits aufgemacht? Hast du es nun begriffen und die Initiative ergriffen? Wenn du verstehst… dass du erntest was du säst. Wirst du sehen und aufstehen, denn so kann es nicht weitergehen. Weil du rennst und dich nicht einmal Selbst… erkennst. Denn das was du denkst, ist…
Herz aus Glas Die Augen wie sonnige Honig Weiden, Mysterien durch Zeit und Raum. So gern mag ich dein Herz entkleiden, und meines – trau‘ ich mich auch kaum. Was mir geschieht, geschieht mir nie! In deiner Nähe, still und bang. Die Angst hat Wurzeln, fühlst du sie? Noch stumme Sehnsucht nagt daran. Oh sieh…
Wir finden uns Ich finde dich, du weißt um mich, welch schöne Träumerei, und dauert’s auch ’ne Ewigkeit, mir ist’s so einerlei. Ich will nur dich, weil du mir bist, die einzig wahre Liebe, wenn Wolken uns den Tag vergraun, mit dir ich sie verschiebe. Für uns da lacht die Sonne hell, im Herzen ihr…
Zum Abschied Vergeude nicht eine der Silben aus deinem so lieblichen Schwur; verschenke den Blick nicht, den milden, den schönsten, der je mich durchfuhr. Bewahre dein Lächeln, dein Lachen, dein Sehnen, dein Küssen dir auf. Die Schönheit im Schlafen und Wachen, welch Linderung empfing ich daraus. Mir ist, als erstarrte die Erde, bedenk ich den…
Vollkommen egal Egal was sie sagen oder machen, egal ob sie kichern oder lachen, egal daß sie mich garnicht kennen, egal wie sie mich auch immer nennen… egal ob kindlich oder unweiblich- voll- kommen, egal- ich hab dich. Egal wie sehr ich auch klage, egal was ich auch Peinliches sage, egal ob ich froh bin……
Das letzte Mal Da war endlich Stille, es tat nicht mehr weh und in dieser Stille, die Stimme, jetzt geh! Da waren endlich Wege und auch war da Licht, und jeder der Wege, war Chance, war Sicht. Da war endlich Anfang, ein Ende, ein gut, Da war endlich Wille, den Schritten, der Mut. Da war…
Schwachsinn Noch regiert der Zufall. Noch packt die Liebe zu und führt nach kurzem Knall, sehr schnell vom … „Sie“ zum „Du“. Noch immer eine Brille aus hellem Rosarot. Noch tobt in uns ein Wille … bis hin zu uns’rem Tod. Noch kann der Wille brechen, wenn uns.die Nacht erwischt. Sehr schnell wird ein Versprechen…
Jeden Samstag Trotz des Verharrens in düsteren Räumen, hat ihre Haut einen schönen bronzenen Teint, geduldig rührt sie den silbernen Löffel in wohltemperiertem Remy Martin. Immer noch Hoffnung all jenes zu greifen, was freiwillig nicht mehr zu kommen scheint, an jedem Samstag ist alles gerichtet und an diesen wird endlich alles vereint Tanzt eine Schar…
Ewiges Blau Stiller werd‘ ich, wenn es regnet, lauter rauscht nur die Natur. Sehnsucht ist’s, die mich nun segnet, lockend ruft mich das Azur. Blühen fern die Sommerwiesen, seh‘ ich noch dein Angesicht. Wo sich Licht und Schatten grüßen, pflück‘ ich das Vergissmeinnicht. Bald wird Winters Klage wehen, auf den Wimpern kahler Weiden, die im…
So manches Wort Manch Wort will erst in Stille reifen, hält lange im Verborg’nen aus. Ein and’res lässt sich kaum begreifen, strömt lustvoll plätschernd schon heraus. So manches Wort erscheint befangen, weiß nicht, woher es wirklich stammt. Ein and’res wird zum Schmerzverlangen, das den Empfänger jäh entflammt. Doch manches Wort birgt tiefes Lieben, lässt Frieden…
Baum-Sex Nun haltet eure Äste fest und sichert eure Wurzeln. Ich blase jetzt aus Nord- Nord-West, bis eure Blätter purzeln.“ So rief’s der Wind den Bäumen zu … in Wäldern und an Straßen. Erst wenn ihr nackt seid, geb ich Ruh, mit mir ist nicht zu spaßen.“ Er heult und pfeift: Jetzt wird gekämmt“ um…
Orte, so wie diese! Kaum zu glauben, in solch tiefe Augen sah ich vorher nie, darin wirkt aus dunkler Glyphe, meines Schicksals Melodie. In die blauen Augenmeere steche mutig ich in See, meine Seele wird zur Fähre, macht an deinem Ufer steh. Feuer lodern in der Ferne, vor mir endlos weißer Strand, über mir der…
Seichte Gewässer Ein Baldachin aus Lügenflicken, spannt sich weit ums Himmelszelt. Wie Lampen, die die Sonn’ ersticken, behütet Nacht die matte Welt. Wie wär’ es wohl im lichten Glanz Was harrte unser dort im Freien? Ein einz’ger Riss im Lügenkranz – und grell würd’ jede Tat gedeihen. So lau, so seicht, so voller Segen, wiegt…
Das Leuchten unter dem Eis Man gab mir Augen, hell und klar, zu fassen, was an Glanz erscheint. Doch niemand sagte, wie es ist, wenn man durch sie die Welt beweint. Ein Herz ward mir ins Fleisch gelegt, zu schlagen für das Glück allein. Doch niemand sprach vom dunklen Pfad: Dass Lieben auch heißt: Leidend…
Das Loch in mir Ich wollte dich niemals emotional oder körperlich betrügen, du musst mir glauben, ich kann da nicht lügen. Kein Blick nach außen war da gegen dich gedacht, ich hab nur die Stille in mir nicht vermacht. Ich war mir selbst so fremd, so weit entfremdet, hab meine Kraft an leere Reize nur…
Verbunden Die schönen Hände und ein heller Blick verführten mich zu einer Wende, zu einem sonderlich gewagten Glück. Nicht, daß ich diese Geste falsch empfände! Ich war in sie hinein verflochten. Uns hielten andere als die Tages… wände. In mein Gebettet, gabst Du zurück, was ich mir jämmerlich erfochten. Ich ließ von mir – gewollt!…