Am Abgrund der Seele

1 Minute

Erst an der Klippe, nah dem tiefen Fall,
wird uns das Spiel der Masken offenbart.
Ein Stoß, ein Halt – im leisen Widerhall
erkennen wir, wer Freund und Feind einst war.

Vom Sieg berauscht, im Schiffbruch tief verletzt, durchschritt das Ich die Fluten von Gewinn und Schmerz. Was uns im Innern oft in Aufruhr versetzt, formt brennend das menschlich‘ Herz.

Gelernt zu fallen und sogleich aufzustehn,
im Tränenmeer, im hellen Lachens Schein.
Zu Sternen wollt‘ die Sehnsucht kühn ersehn,
doch mancher Himmel blieb uns doch verneint.

Nun träumt das Herz in sanfter, reifer Ruh‘,
wird leiser im berauschten Weltenlauf.
Es schaut mit wachem, klugen Blicke zu,
und gibt doch die geheime Neugier niemals auf.

Zu alt, um nur als Spielball blind zu treiben,
zu jung, um ohne Wünsche stumm zu sein.
Wir wollen fest im eignen Schicksal bleiben,
und uns dem Ruf des Lebens neu weihn.

Die Zeit, sie wandelt kühl die Situationen,
sie formt Gefühle, Träume und den Sinn.
In unsrem Innern, wo die Schatten wohnen,
gibt sie dem Werden erst den wahren Gewinn.

Was wir besessen, schätzen wir oft spät,
erst im Verlust zeigt sich der wahre Wert.
Doch wie ein Wind, der neue Samen sät,
erblüht Vermisstes, das uns unverhofft beschert.

Wer nur dem nackten Geist vertraut,
wird nie des Lebens wahre Tiefe spüren.
Wer mit dem Herzen in die Zukunft schaut,
den wird das Schicksal sanft und glücklich führen.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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