Ewiges Blau

Stiller werd‘ ich, wenn es regnet,
lauter rauscht nur die Natur.
Sehnsucht ist’s, die mich nun
segnet, lockend ruft mich das Azur.

Blühen fern die Sommerwiesen,
seh‘ ich noch dein Angesicht. Wo
sich Licht und Schatten grüßen,
pflück‘ ich das Vergissmeinnicht.

Bald wird Winters Klage wehen, auf
den Wimpern kahler Weiden, die
im Schnee wie Abschied stehen;
keiner wird ihr Los beneiden.

Tausend Tage sind vergangen, und
die Jahre schweigen still. Ich spür‘
dein Haar im bangen Bangen,
das sich so kalt verlieren will.

Wenn der Alltag schwerer drückt,
durch die Trauer, durch das Leid,
ist’s das Blümchen, das verzückt,
Licht schenkt in der Dunkelheit.

Dass ein Auge bei dir bliebe,
das die Seelennacht verziert
denn es weiß die wahre Liebe,
dass sie niemals sich verliert.

Dana Stella Schuhr

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