Es ist kein Filter, keine Creme,
die dir die Jugend still bewahrt.
Was deine Züge weich erscheinen lässt,
ist deines Geistes sanfte Art.
Du gingst durch Stürme, wild und laut,
doch Tränen wuschen deine Seele rein.
Genau das ließ dich von Schmerz und Groll
und Bitterkeit befrein.
Wenn Menschen staunend vor dir stehn
und Jugend dein Gesicht erhellt,
ist nicht die Jahreszahl zu sehn,
die still im Lauf der Zeit verfällt.
Du wähltest Frieden statt des Streits
und Heilung, dort, wo die Wunde brennt.
Das Wachstum war dir immer mehr wert
als Neid, der nur Verbitterung kennt.
Wer seine Kraft im Stillen schützt
und leise geht, wenn Drama droht,
der schenkt den Zügen weiches Licht
und löst die Seele aus der Not.
Der Körper ist ein Spiegel nur
für das, was tief im Innern ruht.
Die Art, wie du vergibst und liebst,
schenkt deinem Antlitz neue Glut.
Es ist der Mut zum Neubeginn,
der deine Augen neu erhellt.
Du hältst dein Inneres rein und jung,
egal, was morgen dich befällt.
Und sagt dir wer, wie jung du wirkst,
dann lächle still zu jeder Zeit:
„Ich pflege nur mein inneres Licht –
mein Herz kennt keine Alterszeit.“
So zieht die Zeit durch jedes Land,
doch schreibt sie sich nicht grausam ein.
Wer Frieden in seiner Seele trägt,
kann selbst im Alter jugendlich sein.

Stella Schuhr ⭐

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