Am Abgrund erst zeigt sich das wahre Gesicht,
wer Halt dir verspricht und wer Ketten zerbricht.
Wer schubst in die Tiefe, wer fängt deinen Fall?
Die Antwort hallt einsam im Weltenall.
Ich flog zu den Sternen, im Rausch und im
Licht, doch mancher Rebells- Himmel hielt
sein Versprechen nicht. Ich erntete Siege,
erlitt schweren Schiffbruch auf See…
erlernte das Lachen, ertrug tiefes Weh.
Nun träum ich gemach, bin ein bisschen
mehr still, weil Vorsicht jetzt leise mein
Inneres will. Die Wachsamkeit schützt …
was im Herzennoch brennt, doch bleibt da
die Neugier, die Grenzen nicht kennt. Zum
Spielen zu alt und zum Wünschen zu jung,
die Seele im Wandel, voll Reife und Schwung.
Die Zeit biegt Gedanken und Träume im
Lauf, sie löscht alte Feuer und bricht neue
auf. Wir schätzen das Glück oft erst, wenn es entschwindet, doch spüren den Mangel erst,
wenn man es findet. Wer rein mit Verstand
durch die Ewigkeit geht, hat niemals den
Herzschlag des Lebens versteht. So trag
ich die Narben wie Gold aufder Haut ..
hab tief in den Abgrund und höher geschaut.
Die Stürme verfliegen, der Himmel wird klar,
ich segne das Heute.und das, was einst war.
Die Sterne am Firmament leuchten mir sacht…
sie weisen den Weg durch die dunkelste
Nacht. Es heilt jede Wunde, die Zeit steht
nicht still, weil mein Herz nun in Frieden
im Licht tanzen will.

Dana Stella Schuhr

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