Wenn die Welt im Außen stumm verblasst,
und der Pfad im Nebel sich verliert,
trägst Du schwer an Deiner Zweifel
Last, die Verstand und Wille jäh gefriert.
Der Verstand baut Mauern aus Kritik, sucht
im Gestern nach dem alten Schmerz.
Er verstellt den ungetrübten Blick,
und belügt das tief verängstigte Herz.
Doch im Tiefsten schlägt das Herz den
Takt, unbeirrt von Angst und Truggestalt.
Es bewahrt den Urgrund, unbeschadet,
nackt,schenkt dem wunden Geiste wieder Halt.
Lerne, auf das Leise zu vertrauen,
das im Lärm der Sorgen oft verstummt.
Es verlangt nicht, feste Schlösser auf zu-.
bauen, nur dass Deine Seele sich besinnt.
Durch den Dschungel, den Gefühle weben,
bricht ein Licht, das Schatten sanft vertreibt.
Liebe lässt uns tief im Trauma leben,
weil die Hoffnung uns als Anker bleibt.
Nichts ist je verloren in der Nacht,
jeder Abgrund birgt ein neues Werden.
Wer den inneren Tempel neu bewacht,
findet seinen Frieden hier auf Erden.
Denn der Schmerz will nicht bekämpft nur
sein, er verlangt nach Deinem milden Blick.
Hüllst Du Dich in Deine Schwäche ein,
kehrt die Kraft der Transformation zurück.

Dana Stella Schuhr

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