Der Thronsturz auf der Party

1 Minute

Er steht im Saal, der König hier,
die Damen lächeln ihm schon zu.
Er sonnt sich in der Eitelkeit
und wiegt sich stolz in sanfter Ruh’.

Doch plötzlich öffnet sich die Tür,
ein neuer Mann betritt den Saal.
Ein Raunen zieht durch das Revier,
die Frauen blicken allzumal.

Da wird sein stolzes Antlitz grau,
die Nase spitzt sich giftig zu.
Die Wangen werden hart wie Stein –
vorbei ist’s mit der stolzen Ruh’.

Die Augen funkeln wild wie Dolche,
das Herz pocht wie auf’m Schafott.
Er wünscht sich eine Keule her –vom
Traumprinzen bleibt nur noch Spott.

Sein Gretchen nippt am Glas und lacht:
„Mein Hirsch, die Zinnen stehn dir schlecht.
Der Neue hat dich aufgebracht,
als wär’s dein letztes Endgefecht!“

Doch Gretchen reicht ihm sanft das
Glas und spricht: „Vergiss den eitlen
Streit! Was kümmert uns der eitle
Spaß mit seiner bunten Herrlichkeit?

Er schlägt sein Rad wie jener Pfau,
doch blendet nur die schwache Schar.
In meinem Herzen, glaub genau,
bleibt dein Thron, wie er immer war.“

Da weicht der Grimm aus seinem Blick,
sein Herz wird leicht, die Brust wird weit.
Er küsst die Hand mit leisem Glück
und pfeift auf seinen Eitelstreit.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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