Ich schreibe nicht für dich,
ich räume meinen Geist,
von jenem falschen Platz,
den du so dreist besetzt.
Ich wollte Licht im Raum,
den du hast zugeschweißt,
wo du die Fenster mauernd
tief in Nacht versetzt.
Heut hör ich auf zu klopfen,
stehe vor der Tür, ich
nehme meine Wärme
mit aus diesem Raum.
Ich überlasse dich dem
Dunkel, ganz im Hier, das
du dir selbst gewählt in
deinem finst’ren Traum.
Viel zu lang war meine Liebe
nur als Münze gedacht, um
eine Änderung zu kaufen, die
du nie besessen. Ich dachte…
dass mein tiefer Schmerz
dich endlich wach gemacht,
doch du hast stur und fest
den nächsten Schlaf gemessen.
Ich weiß es nun: Mein Wert
hängt nicht von deinem
Blicke ab, ich nehme meine
Liebe ganz zu mir zurück.
Sie bricht aus diesem Käfig,
bricht aus deinem Grab,
gehört nun wieder mir
und sucht ihr eig’nes Glück.
Ich trauere nicht um dich,
ich trauere um das Bild, das
ich aus meiner Hoffnung
einst von dir erschuf.
Ich lieh dein Angesicht der
Illusion so wild, doch nun
verzieht der Nebel sich auf
meinen Ruf. Du bist …
ein Herz ohne Echo,
eine leere Spur, ein Buch
ganz ohne Tiefe, das im
Staub erfriert. .
Du bist kein Kampf mehr
für mich, keine Fessel nur –
du bist jetzt die Lektion,
die mich nach vorne führt.


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