Sie tritt nicht ein, um aufzufallen, doch
wenn sie geht, bleibt ihr Bild zurück.
Kein lauter Glanz in Marmorhallen,
kein flüchtiger Reiz für den ersten Blick.
Ihr Stil ist wie ein feines Weben,
aus Kaschmir, Seide, klarem Licht.
Ein Understatement, tief im Leben,
das mehr als tausend Worte spricht.
Die Haltung ruhig, der Blick gelassen,
als kennte sie den Lauf der Zeit. Man
kann sie schwer in Formeln fassen,
sie ist sich selbst die Kostbarkeit.
Kein Logo prangt auf ihrem Kleid,
doch Qualität ist ihr Gesetz. In
ihrer Schlichtheit wohnt die Weit’,
ein ruhendes, ein feines Netz.
Sie braucht den Lärm der Welt nicht
mehr, um ihren Wert sich zu beweisen.
Sie trägt den Charme ganz leicht umher,
auf stillen, wunderbaren Reisen.
Ihr Geist ist wach, ihr Wort hat Gewicht,
doch führt sie es niemals mit Härte.
In dem, was sie denkt und was sie
verspricht, ruhen Vernunft und Werte.
Ihr Charme ist kein Spiel, keine flüchtige
List,ber ist wie ein helles Verstehen. Wer
mit ihr spricht, der spürt, wer sie ist,
und lässt sie nur ungern wieder gehen.
Sie kleidet Gedanken in feines Gewand,
präzise, doch sanft im Akzent. Mit
Klugheit und einer ruhigen Hand,
die jeden Zwischenton kennt.
Zeitlose Anmut, ein wacher Verstand,
verbunden zu einem Profil – das
Beste, was man im Leben je fand:
Substanz mit unendlichem Stil.

Dana Stella Schuhr

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