Ich hielt die Türen weit ins Licht,
ein Leuchten, das den Nebel bricht.
Gab dir den Glanz aus meiner Hand,
doch suchte nur ein fernes Land.
Ich geh’ im Wind, ganz ohne Wort,
und trage unser Gestern fort. Ein
Blick zurück, der mir sagt, dass
dein Herz kein neues Leben wagt.
Im Nebelblau verlor sich sacht, was
ich für uns erdacht, gewacht. Kein
Groll, der meine Lippen säumt, nur
Wahrheit, die sich kühn aufbäumt:…
Ein Herz, das einsam Wellen schlägt,
die Last der Reise nicht mehr trägt.
Ich nehm’ die Liebe nun zurück, ein
stilles, tiefes Samt-Geflecht…
an jenen Ort, der mir gebührt, wo
keine Bitte mehr verführt. Das Feuer
ist nun stummes Gold, dem Schicksal
nicht mehr gram noch hold. Ich seh’…
das Licht, das du gereicht, auch wenn
mein Schritt dem deinen weicht.
Kein Groll, der uns am Ende trennt,
weil jeder nun den Abgrund kennt.
Geh’ deinen Weg, hab’ keine Reue,
ich schenk’ dir diese letzte Treue:
Dass ich dich lasse, still und frei,
damit das Gold lebendig sei.
Im Nebelblau, das uns umfängt,
bleibt doch die Liebe unbeschränkt.
Sie bricht nicht, wenn die Reise endet,
weil sie sich nun nach innen wendet.
Das Band aus Samt, so tief und schwer,
gibt uns das Herz am Ende her –
nicht als Verlust, nicht als Verzicht,
nur als ein stilles, eig’nes Licht.

Dana Stella Schuhr
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