Kapitel 1: Das leise Verblassen und der letzte Liebesbeweis

Es gibt eine unsichtbare, feine Verbindung zwischen einer Frau und ihrer Hündin, die keine Worte braucht. Dana spürte es tief in ihrem Inneren, noch bevor die ersten deutlichen Zeichen sichtbar wurden. Ihre geliebte deutsche Boxerhündin Dina, die stolze 14 Jahre und vier Monaten an ihrer und Svens Seite gelebt hatte, war müde geworden. Für einen Boxer war dieses biblische Alter ein wahres biologisches Wunder – der schönste Beweis für das behütete, prinzessinnenhafte Leben, das sie in Hamburg führte. Doch nun hatte der unaufhaltsame Sterbeprozess begonnen.

Zwei lange Tage und Nächte dauerte dieses leise Verblassen. Dinas Atem wurde flacher, ihre tiefen, treuen Augen blickten oft ins Leere, als würde sie bereits eine Welt sehen, die den Menschen verborgen blieb. Sven und Dana wichen nicht von ihrer Seite. Sie saßen bei ihr auf dem Boden, hielten ihre Pfoten und flüsterten ihr immer wieder ins Ohr, wie sehr sie geliebt wurde. Es zerriss beiden das Herz, zusehen zu müssen, wie die Kraft aus dem geliebten Körper wich, doch sie ließen Dina in keiner Sekunde allein.

Als es schließlich keine Hoffnung mehr auf Besserung gab, trafen sie die schwerste Entscheidung, die Tierbesitzer treffen können. Am 17. April 2020 kam die Tierärztin zu ihnen nach Hause. In der vertrauten Geborgenheit ihres Zuhauses durfte die kleine, alte Boxerhündin schließlich ganz friedlich einschlafen. Als Dinas Herz aufhörte zu schlagen, strich die Ärztin den trauernden Menschen sanft über die Schultern. Mit feuchten Augen sagte sie leise: „Sie haben ihr gerade den letzten und größten Liebesbeweis erwiesen. Diese kleine Maus hat bei Ihnen gelebt wie eine Prinzessin. Man spürt, dass sie ein wunderschönes, langes und von tiefer Liebe erfülltes Leben hatte.“

Dana verabschiedete sich weinend von ihrer Dina mit diesen Worten: „Nein kleiner Schatz, ich liebe dich über alles und ich werde dich niemals in meinem ganzen Leben vergessen. Du bist jetzt mein kleiner Engel im Himmel. Aber wenn deine Seele wieder zurück auf die Erde will, dann komm bitte wieder zurück zu mir, zu uns. Ich liebe dich mein Baby.“

Als die Tierärztin gegangen war und sich die Stille wie eine schwere Decke über die Wohnung legte, trat Dana ans Fenster. Mit zitternden Händen öffnete sie die Balkontür. Sie glaubte fest daran, dass Dinas Seele genau in diesem Moment durch die Öffnung hinaus in die Freiheit glitt und dass es irgendwann da draußen im weiten Universum ein Wiedersehen geben würde. Und trotzdem war dieser Tag ein unbeschreiblicher, schmerzhafter Verlust.

Mit tränennassen Augen nahm Sven schließlich das Telefon und rief im Tierbestattungsinstitut Rosenau an. Am anderen Ende meldete sich eine einfühlsame Stimme, die ihm das herzlichste Beileid aussprach. Mitfühlend erklärte man ihm die Möglichkeiten: Sie könnten die Hündin über Nacht noch zu Hause behalten, um sie am nächsten Morgen abholen zu lassen, oder sie abends um 20:30 Uhr direkt vorbeibringen. Sven und Dana entschieden sich für die zweite Option. Sie brauchten diese Stunden, um das Unfassbare irgendwie zu begreifen. Unaufhörlich weinten und streichelten sie den stillen Körper ihrer geliebten Dina, hielten ihre Pfoten und nahmen im Geiste Abschied.

Als die vereinbarte Zeit näher rückte, wickelte Sven Dina behutsam in ihre rosafarbene Kuscheldecke. Er trug sie hinunter zum Auto und legte sie liebevoll in den anthrazitfarbenen VW Passat Kombi, im Kofferraum direkt auf ihre vertraute, dicke Decke.

Beim Bestattungsinstitut angekommen, wurden die beiden von zwei sehr pietätvollen Mitarbeitern – einem Mann und einer Frau – empfangen. Die tiefe Würde und das Mitgefühl der beiden taten den wunden Seelen unendlich gut. Sie öffneten das Heck eines VW Busses, in dem sich eine weiche Matratze und ganz viele bunte Spielsachen befanden. Es wirkte überhaupt nicht düster, sondern warm, farbenfroh und voller Leben. Dort durften Sven und Dana ihre geliebte Dina behutsam ablegen. Die Mitarbeiter traten leise zurück und teilten ihnen mit, dass sie sich für den Abschied am Bus so lange Zeit nehmen durften, wie sie es brauchten. Keiner drängte sie. Es zählte nur dieser eine, heilige Moment der Liebe.

Am Ende dieses unendlich langen, schmerzhaften Abends taten Sven und Dana das, was sie in den letzten 14 Jahren so viele tausend Male getan hatten: Sie strichen ihrer geliebten Dina ein letztes Mal über das weiche Köpfchen. Die kleine Maus lag ganz ruhig auf ihrer Matratze im VW Bus und sah aus, als ob sie nur friedlich schlief. Ihr Gesicht war über die Jahre so wunderschön ergraut, als hätte sie ihre Schnauze mitten in eine Schale voller Puderzucker getunkt – das stolze Zeichen eines langen, erfüllten Hundelebens.

Die beiden einfühlsamen Angestellten des Instituts traten leise an den Wagen heran und fragten behutsam, ob Sven und Dana die rosafarbene Kuscheldecke wieder mit nach Hause nehmen wollten. Beide schüttelten weinend den Kopf. Nein, Dina sollte genau in dieser Decke bleiben. Sie sollte sie auf ihrem letzten Weg wärmen und mit ihr einzelkremiert werden, so wie die beiden es sich für ihren Schatz gewünscht hatten. Die Mitarbeiter nickten verständnisvoll und erklärten den Ablauf: Da heute Freitag war, würde Dinas Einäscherung am darauffolgenden Montag stattfinden.

Kapitel 2: Der Sonnenkuss an der Alster

Am nächsten Morgen, nachdem beide Dina weggebracht hatten, war das Erwachen schmerzhaft. Die Stille in der Hamburger Wohnung war unerträglich laut. Dana saß auf der weißen Ledercouch und weinte bitterlich über den Verlust ihrer kleinen, alten, über alles geliebten Maus. Sie wusste vor lauter Kummer kaum, wohin mit ihrem Schmerz.

Auf einmal geschah etwas Magisches: Durch die Balkontür schien die Sonne mitten auf ihr Gesicht. Es fühlte sich auf ihrer Haut schlagartig warm und zärtlich an – fast wie ein liebevoller Zungenkuss ihrer Dina, die ihr einen Knutscher früher genau so verpasste, um sie zu trösten. Sven schien diese tiefe Verbindung im Raum im selben Moment zu spüren. Er trat an die Couch heran und sagte sanft:

„Mein Schatz, das ist ein Abschiedsgruß von unserer kleinen Dina. Sie möchte nicht, dass wir traurig sind. Ich glaube, ihr geht es gut und sie hat keine Schmerzen mehr.“

In diesem Moment floss ein tiefer Frieden in Danas Herz. Sie schloss die Augen und wusste, dass Dinas Seele den Weg ins Universum gefunden hatte, aber als Engel immer bei ihnen sein würde.

Kapitel 3: Ein Altar voller Sterne und die unendliche Sehnsucht

In den darauffolgenden Tagen fühlte sich die Hamburger Wohnung unerträglich leer an. Jeder Schritt hallte nach, und überall fehlte das leise Tippeln von Dinas Pfoten. Doch Sven und Dana hielten sich an einem Trost fest: Sie hatten bereits eine wunderschöne, zutiefst symbolische Urne für ihr Baby ausgesucht. Es war eine weiße Weltkugel, übersät mit funkelnden goldenen Sternen, einem Mond und Sternschnuppen, die von zwei geöffneten, goldenen Händen behutsam in der Luft gehalten wurde. Genau dort, inmitten dieses kleinen Universums, sollte Dinas Asche ihren ewigen Platz finden. Man teilte ihnen mit, dass sie die Urne mit ihrem Schatz darin in etwa zwei Wochen wieder abholen durften.

Kapitel 3: Ein Altar voller Sterne und die unendliche Sehnsucht

In den darauffolgenden Tagen fühlte sich die Hamburger Wohnung unerträglich leer an. Jeder Schritt hallte nach, und überall fehlte das leise Tippeln von Dinas Pfoten. Doch Sven und Dana hielten sich an einem Trost fest: Sie hatten bereits eine wunderschöne, zutiefst symbolische Urne für ihr Baby ausgesucht. Es war eine weiße Weltkugel, übersät mit funkelnden goldenen Sternen, einem Mond und Sternschnuppen, die von zwei geöffneten, goldenen Händen behutsam in der Luft gehalten wurde. Genau dort, inmitten dieses kleinen Universums, sollte Dinas Asche ihren ewigen Platz finden. Man teilte ihnen mit, dass sie die Urne mit ihrem Schatz darin in etwa zwei Wochen wieder abholen durften.

Als die unendlich langen zwei Wochen endlich vorüber waren, durften Sven und Dana ihre kleine, geliebte Dina abholen. Mit klopfenden Herzen betraten sie die Verwaltungsstelle des Tierbestattungsinstitutes Rosenau. Sie wurden herzlichst begrüßt, und noch einmal wurde ihnen mit tiefer Aufrichtigkeit das Beileid ausgesprochen:

„Liebe Familie Schuhr, im Namen unseres Institutes und auch von mir danken wir Ihnen für Ihr Vertrauen und dass wir Sie bei Ihrem Abschied Ihrer Dina begleiten durften. Ich überreiche Ihnen feierlich Ihr geliebtes Tier und wünsche Ihnen eine gute Heimfahrt.“

Sven und Dana bedankten sich herzlich. Sie waren zutiefst berührt von den warmen Worten, aber auch von der unfassbar liebevollen Art der Übergabe. Sie bekamen einen weißen, wunderschönen Karton überreicht, auf dessen Außenseite die eleganten Schriftzüge des Instituts und eine filigrane Rose gedruckt waren. Als sie den Deckel öffneten, bot sich ihnen von innen ein Anblick, der ihre traurigen Herzen augenblicklich zum Schmelzen brachte: Der Karton war kunstvoll mit einem bordeauxfarbenen Seidentuch ausgelegt. Darauf gebettet befand sich die Urne – die weiße Weltkugel auf den goldenen Händen. Direkt daneben lag eine frische, rote Rose in einer Reagenzglas-ähnlichen kleinen Vase, umrahmt von mehreren liebevollen Trostkärtchen mit tröstenden Sprüchen und der Dose, die Dinas letzten Pfotenabdruck enthielt.

Dana und Sven nahmen ihren kleinen Engel voller Dankbarkeit entgegen. Sie waren so unendlich froh, ihren Schatz endlich wieder zu Hause zu haben.

Dort angekommen, errichteten Dana und Sven ihr einen prachtvollen, liebevollen Altar. Die weiße Sternenurne thronte fortan inmitten eines Meeres aus wunderschönen, bunt leuchtenden Blumen. Flankiert wurde sie von gerahmten Fotos, die Dinas stolzes, ergrautes Gesicht zeigten, und einem Gipsabdruck ihrer kleinen Pfote. Direkt davor legten sie einen großen, glatten Stein, auf den Dinas Bildnis lebensecht aufgemalt war – mitsamt ihrem Namen und dem schicksalhaften Datum: † 17.04.2020. Zwei kleine, rosafarbene Teelichter brannten sanft links und rechts davon.

Wann immer Dana vor diesem Altar stand und in das sanfte Kerzenlicht blickte, dachte sie an ihre Worte an Dinas Sterbebett. Sie vermisste ihr Baby so schrecklich, dass es wehtat. Doch das Universum hörte zu. Denn weit entfernt von Hamburg, im beschaulichen Schöningen, würde demnächst ein kleines Wunder geschehen und das Universum eine zauberhafte Überraschung für sie bereit halten, aber das wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand.

Kapitel 4: Ein Nährmedium für die Hoffnung

In der darauffolgenden Zeit legte sich der Verlust wie ein dichter Schleier über den Alltag der kleinen Hamburger Familie. Jeder Handgriff im Haus erinnerte an die vertrauten Abläufe, die vierzehn Jahre lang das Leben bestimmt hatten. An einem besonders schweren Tag blickte Sven auf die verwaisten Ecken im Raum und fasste sich ein Herz. Er fragte Dana leise, was sie denn mit Dinas Sachen machen wollten, und die Verzweiflung brach sich wieder Bahn.

Er sagte: „Dana … lass uns Dinas Sachen verschenken, und was keiner will, können wir entsorgen. Ich möchte nie wieder einen Hund haben. Der Abschied tut so grausam weh.“

Sven hatte bei diesen Worten wieder ein ganzes Tränenmeer in den Augen. Der bloße Gedanke, den Platz an Dinas Körbchen leer zu sehen, schnürte ihm die Kehle zu. Dana trat an ihn heran, nahm ihn sanft in die Arme und strich ihm zärtlich über das Gesicht, um ihm den bitteren Schmerz ein wenig zu nehmen.

Sie sah ihn mit verweinten, aber unendlich entschlossenen Augen an und sagte: „Mein Schatz, ja, wir teilen den gleichen Schmerz über den Verlust von unserer kleinen Dina. Aber ich glaube, dass Dina das nicht gewollt hätte, dass wir am Schmerz zerbrechen. Ihre Körbe voller Spielsachen lassen wir unter unserem Warrings Chippendale Sideboard. Das Bett bauen wir ab und verstauen es auf dem Schrank. Dina würde wollen, dass wir einem anderen Hund wieder ein liebevolles Zuhause zu gegebener Zeit schenken. Wir haben noch so viel Liebe in uns zu verschenken. Und die Liebe, die uns unsere Dina geschenkt hatte Zeit ihres Lebens, die wiegt jeden Schmerz auf. Ich möchte wieder eine kleine Boxer-Maus haben. Die Sachen bleiben!“

Sven verstand Dana in diesem Moment tief im Herzen und nickte nur verständnisvoll. Er stritt den Schmerz nicht ab, aber Danas Worte wirkten wie ein heilender Balsam. Er begriff, dass die Trauer um ihren verlorenen Engel absolut sein durfte, aber sie sollte nicht die Fähigkeit zu lieben töten vor lauter Schmerz. Die vertrauten Gegenstände blieben an ihrem Platz – als stumme Wächter einer Liebe, die darauf wartete, irgendwann weitergegeben zu werden.

Kapitel 5: Miniaturen und große Trauer

Der Verlust der kleinen Dina war für Dana die Hölle. Jeden Morgen, wenn sie aufstand, fehlte ihr das süße Gesicht ihrer über alles geliebten Maus. Es fehlte das tägliche, behutsame Pflegen der kleinen Falten, das Reinigen der Ohren und das liebevolle Kontrollieren der Pfötchen. Es fehlte das gemeinsame Gassi gehen an der frischen Hamburger Luft, das Ritual des Futterzubereitens und dieses unendlich zärtliche Einkuscheln ihrer Hündin an die Ziehmama. Sogar das leise, melodische Geschnarche, das nachts immer den Raum erfüllt hatte, hinterließ nun eine unerträgliche, schmerzhafte Stille. Dana konnte sich keine Bilder von Dina anschauen, ohne augenblicklich in bitterliche Tränen auszubrechen.

Aufgrund ihrer schweren rheumatischen Erkrankung arbeitete Dana nicht mehr außerhalb. Sie verbrachte ihre Tage zu Hause in ihrem Heimbüro, wo sie im Laufe der Zeit eine ganz besondere Leidenschaft für sich entdeckt hatte: Sie baute kunstvolle Puppenhäuser, filigrane Möbel und kreierte Miniaturen im Maßstab 1:12 für erwachsene Sammler. Unter ihren geschickten Händen entstanden winzige Puppen, maßgeschneiderte Bekleidung und lebensechte Miniatur-Lebensmittel. In Kombination mit gekauften Stücken erschuf sie wunderschöne, detailreiche kleine Welten, die sie mit viel Herzblut auch auf eBay verkaufte. Diese filigrane Handwerkskunst war für Dana ein Segen, denn sie hielt ihre Fingergelenke geschmeidig – zumindest in den Zeiten, in denen sie von einem schweren rheumatischen Schub verschont blieb.

Das Versinken in diesen winzigen Welten lenkte sie vorübergehend vom quälenden Schmerz des Verlustes ab. Doch die Trauer ließ sich nicht dauerhaft aussperren. Oft fing Dana völlig aus heiterem Himmel mitten in der Arbeit wieder an zu weinen. Jedes Mal, wenn sie ein fertiges Möbelstück betrachtete, erinnerte sie sich mit einem Stich im Herzen daran, wie sehr Dina diese „kleinen Menschen“ im Puppenhaus geliebt hatte. Die Hündin war regelrecht eine treue Bewunderin von Danas Handwerkskunst gewesen. Stundenlang hatte Dina fasziniert danebengesessen und das Entstehen der Miniaturen beobachtet.

Sven stand oft leise an der Türschwelle des Heimbüros. Es zerriss ihm schier das Herz, seine geliebte Frau so unendlich traurig zu sehen und zu wissen, dass er ihr diesen tiefen Schmerz trotz aller Liebe nicht einfach abnehmen konnte.

Kapitel 6: Der Fund in den Anzeigen und das schlechte Gewissen

Mittlerweile waren drei lange Monate vergangen, doch die Trauer wog immer noch zentnerschwer auf Danas Seele. Die Wohnung war leer, die Stille unbarmherzig, und Dinas Abwesenheit war in jedem Raum spürbar. An einem ganz normalen Morgen saß Dana im Wohnzimmer, als sie plötzlich, wie durch ein mediales Wunder, ein ganz intensives Gefühl überkam. Es war, als würde eine unsichtbare Hand sie lenken: Sie musste einfach in eBay Kleinanzeigen hineinschauen und nach Boxerwelpen suchen.

Sie öffnete die App, tippte das Suchwort ein, und was sie dann sah, ließ ihr fast das Blut in den Adern gefrieren. Es war eine brandneue Anzeige aus dem beschaulichen Schöningen. Dort war gerade ein Wurf mit kleinen Boxerwelpen auf die Welt gekommen – am 15. Juli 2020. Dana scrollte durch die Bilder, und da lag sie: ein zuckersüßes kleines Boxermädchen [St.1]. Die Augen waren noch fest geschlossen, und die kleine Maus war so winzig wie ein winziger Hamster, aber unbeschreiblich niedlich [St.1].

In diesem Moment passierte etwas mit Dana. Ihr Herz platzte fast vor einer überwältigenden Welle aus Liebe und tiefster Sehnsucht. Sie starrte auf das Display und spürte sofort eine magische Verbindung zu diesem kleinen Wesen [St.1]. Doch im nächsten Atemzug schlug das schlechte Gewissen erbarmungslos zu. Eine drückende Schuld lastete auf ihr: Fühlte es sich nicht an wie ein Verrat? Würde sie die unendliche Liebe zu ihrer Dina verraten, wenn sie sich nach so kurzer Zeit schon wieder eine neue Hündin ins Haus holen würde? Der Schmerz über Dinas Verlust war doch noch so frisch. Zerrissen zwischen Sehnsucht und Schuldgefühlen schloss Dana die App und verwarf den Gedanken traurig wieder. Sie versuchte, das kleine Hamster-Boxermädchen zu vergessen.

Doch das Bild ließ ihr keine Ruhe. Nach drei quälenden Tagen hielt Dana es nicht mehr aus. Mit klopfendem Herzen öffnete sie eBay Kleinanzeigen noch einmal, in der Hoffnung, das kleine Gesicht wiederzusehen. Doch als sie die Suche aktualisierte, sank ihr Herz in die Magengrube. Die Anzeige war weg. Gelöscht. Ein tiefes Gefühl der Traurigkeit breitete sich in ihr aus, und sie dachte bitter: Es hat wohl einfach nicht sein sollen.

Kapitel 7: Die Stimme im Herzen und die zweite Chance

Wieder vergingen zwei quälende Tage, in denen Dana das Bild des winzigen Boxermädchens einfach nicht aus dem Kopf bekam. Die Trauer saß tief, aber an diesem Tag mischte sich etwas anderes darunter. Es war ein ganz seltsames, intensives Gefühl. Auf einmal war es Dana so, als wenn ihre geliebte Dina höchstpersönlich zu ihr sprach. Die Stimme in ihrem Herzen klang so vertraut, so lebendig und liebevoll auffordernd:

„Los Mama, seit wann gibst du so schnell auf? Eine echte Löwin gibt nicht auf. Geh noch mal zu den Kleinanzeigen und guck rein. Erinnere dich an deine letzten Worte, die du an mich gerichtet hattest.“

Bei dem Gedanken an Dinas Sterbebett und ihr eigenes Versprechen – „Wenn deine Seele wieder zurück auf die Erde will, dann komm bitte wieder zurück zu mir“ – schoss Dana augenblicklich eine heftige Gänsehaut über den Nacken. Ihr Herz fing an zu rasen. Mit zitternden Fingern griff sie erneut nach ihrem Handy und öffnete noch einmal eBay Kleinanzeigen.

Sie tippte die Suche ein, hielt fast den Atem an und filterte die Ergebnisse. Und da, wie durch ein echtes, unbegreifliches Wunder des Universums, war die Anzeige plötzlich wieder da! Der Züchter aus Schöningen hatte sie offenbar neu eingestellt.

Dana scrollte fieberhaft zu den Bildern. Da war es wieder, das zuckersüße, braun gestromte Boxermädchen vom 15. Juli 2020. Diesmal gab es kein Zögern mehr. Dinas Botschaft war angekommen, und das schlechte Gewissen war wie weggeblasen. Dana wusste nun ganz tief in ihrer Seele: Das war kein Verrat an Dina. Das war die Antwort auf ihr Gebet.

Kapitel 7: Die Stimme im Herzen und die zweite Chance

Wieder vergingen zwei quälende Tage, in denen Dana das Bild des winzigen Boxermädchens einfach nicht aus dem Kopf bekam. Die Trauer saß tief, aber an diesem Tag mischte sich etwas anderes darunter. Es war ein ganz seltsames, intensives Gefühl. Auf einmal war es Dana so, als wenn ihre geliebte Dina höchstpersönlich zu ihr sprach. Die Stimme in ihrem Herzen klang so vertraut, so lebendig und liebevoll auffordernd:

„Los Mamma, seit wann gibst du so schnell auf? Eine echte Löwin, gibt nicht auf. Geh nochmal zu den Kleinanzeigen und guck rein. Erinnere Dich an deine letzten Worte von dir, die du an mich gerichtet hattest.“

Bei dem Gedanken an Dinas Sterbebett und ihr eigenes Versprechen schoss Dana augenblicklich eine heftige Gänsehaut über den Nacken. Ihr Herz fing an zu rasen. Mit zitternden Fingern griff sie erneut nach ihrem Handy und schaute bei eBay Kleinanzeigen rein.

Und tatsächlich: Da war sie wieder, die Annonce! Es war eine Anzeige von einer Familie, die selbst drei Boxerhunde hielt, und das war dann noch mal ein ungeplanter Boxernachwuchs-Segen. Wie sich herausstellte, war die kleine Boxerhündin mit dem niedlichen Puppengesicht und dem kiwigrünen Erkennungshalsband gerade erst wieder freigegeben worden.

Als Dana das las, durchschoss sie ein siedendes, heißes Glücksgefühl. Doch im selben Moment kam auch die Angst in ihr hoch – die panische Angst, dass ein anderer ihr die kleine Maus jetzt ganz schnell wegschnappen könnte. Doch noch während ihr Herz wie wild klopfte, meldete sich eine innere Stimme und beruhigte sie ganz sanft: „Was zu dir gehört und kommen soll, das tut es ohne Umschweife. Vertraue dem Universum.“

Und genau das tat Dana dann auch. Die Unruhe wich einem tiefen Frieden. Ganz ruhig und glücklich tippte sie dem Besitzer namens Mike eine freundliche Nachricht. Mit ehrlichen, berührenden Worten berichtete sie ihm vom Verlust ihrer geliebten Dina und schrieb ihm, dass es ihr größter Wunsch war, dieser kleinen Hündin ein liebevolles Zuhause schenken zu dürfen. Sie schickte die Nachricht ab, atmete tief durch und legte ihr Schicksal voller Vertrauen in die Hände des Universums.

Kapitel 8: Die Reservierung aus dem Herzen

Dieses Vertrauen wurde in keiner einzigen Sekunde getäuscht. Das Universum hielt sich wortwörtlich an den geheimen Pakt. Als das Handy ein paar Stunden später aufblinkte, hielt Dana den Atem an. Mike hatte geantwortet. Er war zutiefst gerührt von Danas Zeilen gewesen, und seine Worte kamen geradewegs aus dem Herzen.

Er schrieb ihr zurück: „Liebe Dana, euer Verlust tut mir aus tiefstem Herzen leid. Auch wir mussten letztes Jahr einen geliebten Boxerrüden gehen lassen. Wenn du magst, dann können wir heute Nachmittag um 15:00 Uhr miteinander telefonieren. Ich bin noch zur Zeit auf der Arbeit. Die Kleine ist für dich reserviert!“

Mike gab ihr seine Nummer und verabschiedete sich mit einem herzlichen: „Bis nachher – liebe Grüße, Mike.“

Als Dana die Nachricht zu Ende gelesen hatte, schossen ihr augenblicklich die Tränen in die Augen – doch dieses Mal waren es Tränen der puren, ungläubigen Erleichterung und des Glücks. Die Kleine ist für dich reserviert! Diese Worte brannten sich wie ein wärmendes Feuer in ihre Seele. Das kleine Boxermädchen mit dem niedlichen Puppengesicht und dem kiwigrünen Erkennungshalsband war im fernen Schöningen für sie blockiert worden, noch bevor sie überhaupt ein einziges Wort miteinander gesprochen hatten.

Danas Herz raste vor Vorfreude, als sie auf die Uhr blickte. Die Stunden bis 15:00 Uhr fühlten sich an wie eine Ewigkeit. Doch inmitten all des Glücks stand nun die nächste, große Hürde bevor: Sie musste es Sven beichten. Sven, der mit einem Tränenmeer in den Augen geschworen hatte, nie wieder ein Tier zu wollen, weil der Schmerz über Dinas Verlust ihn so grausam zerrissen hatte. Sie saß auf der weißen Ledercouch, blickte auf das Display ihres Handys und wusste, dass sie jetzt unendlich viel Feingefühl brauchen würde, um das Herz ihres Mannes ganz behutsam für das neue Wunder zu öffnen.

Kapitel 9: Der Anruf und das Ja aus Liebe

Dana fasste all ihren Mut zusammen, griff nach dem Hörer und wählte die Nummer ihres Mannes. Ihr Herz klopfte wie verrückt vor Freude und Aufregung, als sie Svens Stimme am anderen Ende der Leitung hörte. Sie holte tief Luft und sagte:

„Hallo mein Schatz, ich habe gerade diese kleine süße Boxerhündin wiedergefunden, von der ich dir vor ein paar Tagen erzählt hatte. Sie ist wieder freigegeben worden. Die Schutzgebühr soll 850 € sein. Ich wünsche mir diese kleine Maus von ganzem Herzen. Ich habe sie schon bei Mike, so heißt der Besitzer, reserviert. Heute Nachmittag telefonieren wir noch miteinander. Was sagst du dazu?“

Dana hielt den Atem an. Sie kannte ihren Mann durch und durch, kannte jede seiner Facetten und wusste tief in ihrem Inneren, dass er ihr niemals im Weg stehen würde, wenn es um ihr Glück ging. Und sie sollte recht behalten. Sven lachte leise und voller Wärme durch den Hörer und sagte:

„Meine Prinzessin, du weißt doch, dass ich dir keinen Wunsch abschlagen kann, geschweige denn diesen Herzenswunsch. Wenn dich die kleine Boxermaus tröstet, dann sollst du sie haben.“

Danas Stein vom Herzen fiel so laut, dass man es fast durch die Leitung hören konnte. Doch während sie vor Erleichterung strahlte, sah es in Svens Innerem etwas komplexer aus. Er schluckte den eigenen, verbliebenen Schmerz herunter und dachte im Stillen: Hauptsache du bist nicht mehr traurig. Ich werde sie bestimmt niemals so wie Dina lieben können, aber gut. Dann bekommen wir eben noch mal Nachwuchs. Er wollte seine Dana einfach wieder lachen sehen. Dass das Universum auch für sein eigenes Herz einen ganz besonderen Plan bereithielt, ahnte er in diesem Moment noch nicht.

Der Weg war frei. Die Schutzgebühr war Nebensache, die Reservierung stand, und das Telefonat mit Mike rückte unaufhörlich näher. Ein tiefer, warmer Frieden breitete sich in der Hamburger Wohnung aus, und der Sternen-Altar von Dina schien im sanften Licht der Teelichter fast ein wenig heller zu leuchten – so, als würde die kleine zauberhafte Himmelsprinzessin da oben im Universum kräftig mit dem Schwanz wedeln und ihren Segen schicken.

Dana schickte die Nachricht ab und wartete voller Zuversicht. Mike rief wenig später zurück, und es ergab sich ein ganz tolles, herzliches und freundliches Gespräch, als würden sie sich schon ewig kennen.

„Dana“, sagte er, „da wäre auch noch ein kleiner Rüde, der nun doch nicht genommen wird. Die Leute sind wirklich unmöglich. Die denken, dass sie sich alles erlauben können. Da war ein Typ, der wollte alle haben und hat mir einen unverschämt hohen Betrag genannt. Aber ich will, dass die Tiere in liebevolle Hände abgegeben werden und nicht sonst wo, vielleicht in Versuchslaboren landen oder sündhaft teuer weiterverkauft und schlecht behandelt werden.“

Dana antwortete zutiefst verständnisvoll: „Das kann ich gut nachvollziehen. Mir ist das Tierwohl auch wichtiger als irgendein Geld. Mike, ich und mein Mann möchten auf jeden Fall sehr gerne die kleine Hündin haben. Sie soll Bella heißen. Möchtest du eine Anzahlung haben? Der Unterhalt für die Tiere kostet ja auch Geld.“

„Sehr gerne, Dana. Dann nennen wir die Kleine ab sofort Bella“, freute sich Mike. „Nein, Geld möchten wir jetzt noch nicht. Natürlich hoffen wir, dass es alle Welpen schaffen, gut durchzukommen, aber das können wir in zwei Wochen dann machen. Ich schicke euch den Vertrag und vermerke eine Anzahlung in Höhe von 150 €. Ist das okay für euch?“

„Natürlich ist das okay für uns. Schick uns dann bitte einfach deine Bankverbindung und wir überweisen dir den Betrag.“

„Abgemacht“, sagte Mike. „Ich schicke dir über WhatsApp immer mal Bilder und Videos von eurer kleinen Bella, dann seid ihr auf dem Laufenden mit ihrem Entwicklungsstand.“

Dana bedankte sich von ganzem Herzen. Als Sven am Abend nach Hause kam, freute er sich unendlich darüber, dass seine geliebte Frau endlich wieder ein Strahlen in den Augen und etwas hatte, auf das sie sich aus tiefster Seele freuen konnte. Das Eis um den Verlust von Dina begann ganz langsam zu schmelzen.

Fast täglich erreichten Dana nun die süßesten Bilder und Videos aus Schöningen. Sie zeigten die winzige Bella, wie sie inmitten ihrer Geschwister schlief oder zufrieden bei der Mama saugte. Jeder Schnappschuss brachte ein Stückchen mehr Licht zurück in die Hamburger Wohnung.

Am 29. Juli 2020 kam schließlich die allerschönste Nachricht – pünktlich zu Danas 55. Geburtstag. Als hätte das Universum es genau so geplant, öffnete die kleine Bella an diesem Tag zum ersten Mal ihre Äuglein! Danas Herz hüpfte vor Freude über dieses ganz besondere Geburtstagsgeschenk, und sie konnte es kaum erwarten, die Neuigkeit ihrer Familie zu zeigen.

Zu ihrem Ehrentag hatte sich eine gemütliche Runde in der Wohnung versammelt. Ihre Schwester Marina war gemeinsam mit ihrem Freund Sam gekommen, ihre Tochter Janice feierte zusammen mit ihrem Lebensgefährten Nico mit, und auch Danny war dabei. Alle freuten sich aus tiefster Seele mit Dana über den kleinen Boxer-Nachwuchs, der bald ihr Leben bereichern würde. Über eine Überraschung freute sich Dana an diesem Tag ganz besonders: eine wunderschöne Geburtstagskarte, die Danny extra ganz persönlich für sie gestaltet und gebastelt hatte. Es war ein Geburtstag voller Hoffnung, Liebe und der spürbaren Gewissheit, dass die traurigen Monate nun endgültig vorbei waren.

In den darauffolgenden Wochen wuchs die kleine Bella im fernen Schöningen prächtig heran. Fast täglich blickte Dana voller Vorfreude auf ihr Handy, um die neuesten Fortschritte ihres kleinen Boxermädchens zu bestaunen. Sie sah Videos, in denen Bella anfangs noch sehr wackelig auf den Beinen stand, bis sie schließlich lernte, richtig und sicher zu laufen.

Ein ganz besonderes Video brachte Danas Herz jedoch komplett zum Schmelzen: Die kleine gestromte Maus tapste neugierig durch Mikes Garten und versuchte mit vollem Körpereinsatz, auf ein dort stehendes Bobby Car zu klettern! Ihre kurzen Welpenbeinchen ruderten wild in der Luft, während sie sich am Plastik hochzuziehen versuchte. Im Hintergrund des Videos hörte man Mikes herzliches Lachen, als er sagte:

„Ach Süße, dafür bist du noch viel zu klein.“

Bella gab schließlich auf, schüttelte sich kurz und zockelte im typischen, gemütlichen Boxer-Gang zurück zu ihren Geschwistern. Doch sie war nicht nur verspielt, sondern zeigte schon jetzt einen ganz bemerkenswerten Charakter. Manchmal, wenn sich zwei ihrer kleinen Geschwister beim Raufen zu wild in den Haaren hatten, tapste Bella einfach unerschrocken dazwischen und stellte sich mutig wie eine kleine Schiedsrichterin zwischen die beiden Streithähne, bis wieder Ruhe einkrehrte.

Mike schickte Dana dazu eine Sprachnachricht und schwärmte in den höchsten Tönen: Er sagte, dass Bella von allen Welpen das friedlichste und liebste Welpenkind im ganzen Wurf war. Sie spielte zwar unheimlich gerne mit ihren Geschwistern, aber sie schlief auch sehr viel und strahlte eine ganz tiefe, sanfte Ruhe aus.

In Hamburg las Dana diese Nachrichten mit feuchten Augen voller Glück. Jedes Mal, wenn sie an Dinas Altar vorbeiging, musste sie lächeln. Bella entwickelte sich genau zu der liebevollen Prinzessin, die perfekt in das Herz von Sven und Dana passen würde. Die Sehnsucht wuchs von Tag zu Tag, und der Moment, in dem sie ihr kiwigrünes Wunder endlich zum ersten Mal persönlich in die Arme schließen durften, rückte unaufhaltsam näher.

Kapitel 11: Der Tag des ersten Kennenlernens

Dann war es endlich so weit. Am 17. August 2020 machten sich Dana und Sven auf den Weg. Drei lange Stunden fuhren sie von Hamburg nach Schöningen, getragen von einer riesigen Welle der Vorfreude, um ihre kleine Bella endlich mit eigenen Augen zu sehen und in die Arme schließen zu können.

In Schöningen angekommen, wurden sie herzlich von Mike begrüßt, der die Tür öffnete und die beiden hereinließ. Den schönen, großen Garten mit dem Spielgerüst und dem Rasen kannten Dana und Sven ja schon bestens aus den vielen Bildern und Videos. Kaum hatten sie das Grundstück betreten, kamen ihnen auch schon Frieda und Eddy entgegengelaufen – die stolzen Eltern der Welpenbande. Die zwei waren unheimlich liebe Tiere, die sofort neugierig an den Besuchern schnüffelten. Dana sprach sanft mit den beiden und streichelte ausgiebig ihre großen Boxerköpfe, was den Elterntieren sichtlich gefiel. Natürlich schadete es auch nicht, dass die mitgebrachten Taschen mit Frolic, diversen Futtertüten und lecker duftenden Hundesnacks extrem verlockend rochen.

Mitten in dieser Begrüßung kam auch Mikes Frau Saskia hinzu, die die Hamburger sehr freundlich willkommen hieß. Auf dem Arm trug sie das größte Wunder des Tages: die kleine Bella! Das aufgeweckte kiwigrüne Boxermädchen hatte kurz zuvor noch versucht, sich vor dem Trubel zu verstecken, und war nun sichtlich schläfrig. Das müde, winzige Tier machte folglich auch überhaupt keine Anstalten, sich großartig über die neuen Gäste zu freuen – sie wollte einfach nur weiterschlafen.

Dana beschloss, den Vortritt ganz bewusst ihrem Mann zu überlassen. „Sven, nimm du sie erst mal“, raunte sie lächelnd.

Der Anblick, der sich Dana daraufhin bot, war einfach rührend: Sven hielt das komplett verpennte, kleine Mini-Boxermädchen im Arm. Bella war an diesem Tag genau einen Monat und zwei Tage alt. Sie kuschelte sich tief in Svens sicheren Griff, blinzelte ihn einmal kurz mit einem verschlafenen Schlafzimmerblick an, schloss die Äuglein wieder und schnuffelte dann einfach selig vor sich hin. Dieses Schnuffeln war ein ganz leises, ruhiges und gleichmäßiges Welpenatmen.

Dana zückte sofort gerührt das Handy und machte emotionale Bilder von diesem Moment. Sven sah mit seinen Brille und dem zärtlichen Blick auf das Fellknäuel aus wie ein frischgebackener, besorgter Papa, der sein Neugeborenes hält. Auch wenn er es in diesem Augenblick vor lauter Stolz und altem Schmerz wahrscheinlich noch nicht laut zugegeben hätte: Er hatte Bella in dieser Sekunde schon unwissentlich und unaufhaltsam tief in sein Herz geschlossen. Das Eis war gebrochen.

Dann war endlich Dana an der Reihe. Als Saskia ihr das gestromte Mädchen mit dem weißen Brustlatz auf den Arm legte, war sie einfach nur noch überglücklich. Ihr wurde ganz warm ums Herz, und die monatelange Kälte der Trauer schien endgültig zu verdampfen. Sie drückte den warmen, kleinen Welpenkörper sanft an sich, schaute auf die kleine Knopfnase und flüsterte:

„Hey du kleine süße Schlafmütze, du kommst bald zu uns. Wir haben wunderschöne Sachen für dich da, meine Kleine.“

Mike beobachtete die Szene mit einem breiten Grinsen im Gesicht, nickte gerührt und sagte: „Ja, man sieht es an den ganzen Bildern, die ihr uns geschickt habt. Die Bella wird ein Leben wie eine kleine Prinzessin bei euch haben.“

Saskia und Mike spürten in diesem Moment ganz genau, dass diese kleine Hündin keinen besseren Platz auf der Welt hätte finden können.

Saskia bat Dana und Sven, auf der gemütlichen Terrasse Platz zu nehmen. Dana setzte die kleine Bella behutsam auf den Boden ab. Das kurze Nickerchen auf den Armen ihrer zukünftigen Zieheltern hatte der kleinen Maus sichtlich gutgetan: Mit neuer Energie zockelte sie sofort los, um ausgelassen mit ihren Geschwistern über den grünen Rasen zu toben.

Saskia brachte kurz darauf die Getränke nach draußen – Kaffee für die Frauen, Cola und Wasser für die Männer. Sie machten es sich gemütlich: Die Frauen saßen nebeneinander auf den Gartenmöbeln, die Männer ihnen jeweils als Paar gegenüber. Während die Blicke immer wieder zu den spielenden Welpen wanderten, gestand Saskia mit einem wehmütigen Lächeln: „Am liebsten hätte ich die kleine Bella ja selbst behalten.“

Mike lachte laut auf und schüttelte den Kopf: „Das stimmt, aber wir haben wirklich genug mit unserer Rasselbande zu tun. Ein großer Sohn mit 16 Jahren, ein jüngerer mit 4 Jahren und dazu unsere drei großen Hunde – das reicht völlig. Irgendwann muss auch mal gut sein.“

Saskia stimmte lachend zu: „Ja, du hast ja recht. Und die kleine Bella bekommt durch euch schließlich eine ganz besonders liebevolle Familie.“ Sie schaute Dana und Sven dabei glücklich an.

Natürlich hatten die Hamburger nicht nur Leckerlies für die Vierbeiner im Gepäck gehabt, sondern auch jede Menge Süßigkeiten für Mikes und Saskias Kinder mitgebracht. Es entwickelte sich ein wunderbar ungezwungenes Gespräch. Die Erwachsenen unterhielten sich über ihre Familien, tauschten lustige Anekdoten aus dem Alltag aus und sprachen begeistert über ihre Tattoos. Es wurde unglaublich viel gelacht, und die anfängliche Fremdheit war komplett verflogen.

Doch nach ein paar Stunden war es Zeit für den Abschied. Das Herzklopfen kehrte zurück, als die kleine Bella für den letzten Gruß noch einmal auf die Arme genommen wurde. Sven strich ihr zärtlich über das gestromte Fell und sagte leise: „Tschüss, du kleine Maus. Sei artig. Bis bald.“

Dana nahm ihm das schläfrige Welpenmädchen liebevoll ab, drückte sie sanft an sich und küsste Bella behutsam auf das weiche Köpfchen. „Mach’s gut, mein kleiner Schatz, ich hab dich ganz doll lieb. Du bleibst noch hier bei deiner Hundefamilie, und wenn du groß genug bist, dann holen wir dich zu uns nach Hause.“

Die Verabschiedung zwischen den Paaren war von tiefer Herzlichkeit geprägt – es gab herzliche Umarmungen, und man spürte, dass hier eine echte Freundschaft entstanden war. Mike brachte seine Gäste schließlich vor ans Gartentor, treu begleitet von den stolzen Hundeeltern Frieda und Eddy.

Dana kniete sich noch einmal hin, um den beiden Adieu zu sagen: „Tschüss, ihr lieben Mama und Papa. Passt gut auf eure Babys auf.“ Sie streichelte den beiden ein letztes Mal über ihre wunderschönen, weichen Boxerköpfe.

Sven und Dana gingen zum Wagen, legten die leeren Futtertaschen hinein und stiegen ein. Sie winkten noch ein letztes Mal glücklich aus dem Fenster, starteten den anthrazitfarbenen Passat und traten die dreistündige Heimfahrt nach Hamburg an. Diesmal war die Fahrt nicht still und von Trauer schwer, sondern erfüllt von einem tiefen, warmen Glücksgefühl und dem Wissen, dass der Countdown für Bellas Einzug nun offiziell lief.

Kapitel 12: Der Tag des Einzugs – Das Abenteuer beginnt

Die Zeit verging im Flug, und die Hamburger Wohnung erlebte einen regelrechten Countdown der Vorfreude. Dana und Sven richteten das Warrings Chippendale Sideboard her, kontrollierten die Körbe voller Spielsachen und bauten das Welpenbett auf. Jeder Tag, der verstrich, brachte sie ihrem kleinen Wunder ein Stückchen näher.

Eigentlich hätten Dana und Sven ihren kleinen Schatz liebend gerne bis zur zwölften Woche in Schöningen bei ihrer Hundefamilie gelassen, damit sie die wichtige Sozialisierungsphase voll ausschöpfen konnte. Doch das Jahr 2020 hielt bekanntlich ganz besondere Herausforderungen bereit. Die Corona-Pandemie bestimmte den Alltag, und am Horizont drohten bereits neue, unberechenbare Lockdowns. Mike meinte daher besorgt, es sei besser, die Kleine früher zu holen, bevor eine offizielle Reisesperre verhängt würde und man am Ende überhaupt nicht mehr wisse, wann eine Abholung wieder möglich sei. Da Sven und Dana absolut erfahrene Hundeeltern waren, gab er ihnen mit bestem Gewissen sein Okay für den früheren Auszug.

Kapitel 13: Die Ankunft im neuen Königreich

Die dreistündige Heimfahrt nach Hamburg wurde für das kleine Welpenmädchen zu einer großen Geduldsprobe. Bella saß zunächst ganz brav in ihrem wunderschönen, kuscheligen Welpensitz, doch nach etwa einer Stunde Fahrt fing sie plötzlich an, leise zu fiepen. Es hörte sich fast wie ein kleines, herzerweichendes Weinen an – sie vermisste wohl ihre Hundefamilie und die vertrauten Gerüche. Sven reagierte sofort, steuerte den Passat von der Autobahn herunter und hielt an einem ruhigen Waldstück an. Sie ließen die kleine Maus im Moos ihr Pipi machen, damit sie sich erleichtern konnte.

Um Bella die restliche Fahrt so geborgen wie möglich zu gestalten, packte Dana ihren Geheimplan aus: Sie machte sich ein weiches Babytragetuch um und legte das gestromte Boxermädchen behutsam hinein. So eng an Ziehmamas Brust gekuschelt, stieg Dana wieder ins Auto und schnallte sich vorschriftsmäßig an. Bella spürte den vertrauten Herzschlag, beruhigte sich augenblicklich und schlief im Tuch die restliche Fahrt über tief und ungestört bis nach Hamburg durch.

Als der Wagen endlich vor dem Haus in der Hansestadt anhielt und der Motor verstummte, blinzelte Bella verschlafen. Nach einem weiteren, kurzen Pipi-Gang im Grünen ging es endlich nach oben – hinein in ihr neues Königreich. Es war eine große, helle 100-Quadratmeter-Wohnung, die viel Platz zum Entdecken bot: vier Zimmer, eine Küche, ein Badezimmer, ein separates Gäste-WC und ein über zehn Meter langer, verlockender Flur, der wie geschaffen für spätere Boxer-Sprints war.

Bella begann sofort mit ihrer royalen Inspektion. Als Erstes marschierte sie zielstrebig in die Küche. Dort stand bereits eine liebevoll hergerichtete Matte mit zwei rosafarbenen Prinzessinnen-Näpfen. Die kleine Maus befand die Station für gut, schlappte ein paar Schlucke frisches Wasser und trottete weiter ins Wohnzimmer.

Dort wartete zwar schon ihr gemütliches, neues Bettchen, doch ein ganz anderer Gegenstand zog das Boxermädchen magisch an: Mitten im Raum stand ein Holz-Schaukel-Kamel für Kinder. Bella ging fasziniert darauf zu, stellte sich mit den Vorderpfoten mutig hoch, streckte die Zunge aus und gab dem hölzernen Tier einen dicken, nassen Zungenkuss!

Dana und Sven mussten so laut lachen, dass die Tränen flossen. Das Bild war einfach zu köstlich. Nach diesem Liebesbeweis stolzierte Bella zufrieden zu ihrem Körbchen, ließ sich im typischen, zuckersüßen Boxer-Froschsitz darin nieder und schaute ihre beiden Menschen mit großen, unschuldigen Knopfaugen an, als wollte sie sagen:

„Was denn? Das ist ab jetzt mein bester Freund Kamelio!“

Sven und Dana sahen sich glücklich an. Die unerträgliche Stille der letzten Monate war wie weggeblasen. Mit Bella und ihrem neuen Freund Kamelio war das unbeschwerte Leben und das Lachen endlich wieder nach Hamburg zurückgekehrt.

Kapitel 14: Die erste Nacht im großen Bett

Und dann kam die erste Nacht in der neuen Heimat. Dana war sich zutiefst bewusst, dass sie und Sven die kleine Bella aus ihrem vertrauten Welpenrudel herausgerissen hatten. Die Trennung von der Hundemama und den Geschwistern wog schwer, und um dem kleinen Boxermädchen das Einleben so geborgen wie möglich zu machen, hatte Dana einen klugen Plan vorbereitet: Sie legte ein 80×80 Zentimeter großes Kopfkissen genau in die Mitte ihres Ehebettes. Fürsorglich packte sie ein wasserdichtes Moltonvlies unter den Bezug. Somit durfte Bella auf der gewohnten, weichen Baumwolle schlummern, aber falls in der Aufregung doch ein kleines Puller-Malheur passierte, würde es zumindest nicht im teuren Federkissen landen.

Das kuschlige Nest zwischen ihren beiden Menschen zeigte sofort Wirkung. Bella kuschelte sich selig ein und schlief unglaublich schnell zwischen Ziehmama und Ziehpapa ein. Dana deckte sie noch zusätzlich mit einer ganz besonderen, kleinen roten Decke zu, auf der ein süßer Hund und der Name Bella liebevoll eingestickt waren. Diese Decke hatte Dana schon vor Wochen voller Vorfreude für ihren Schatz anfertigen lassen.

An echten Schlaf war für die frischgebackene Hundemama in dieser Nacht allerdings kaum zu denken: Treu und gewissenhaft stellte sich Dana den Wecker und ging alle zwei Stunden mit der kleinen Maus hinunter vor die Tür ins Grüne. Bella machte jedes Mal vorbildlich ihr Pipi, schnuffelte kurz an der nächtlichen Hamburger Luft und krabbelte danach sofort wieder zurück auf ihr Sternenkissen im großen Bett, um unter ihrer roten Decke selig weiterzuschlafen. Es war eine anstrengende, aber unendlich glückliche Nacht, die das Band zwischen den dreien für immer festigte.

Kapitel 15: Haarnudeln und Wohnzimmer-Rennen

Die folgende Zeit in Hamburg war einfach wunderschön. Jeden Morgen, wenn Dana nach der noch recht kurzen, zweistündlich unterbrochenen Schlafzeit die Augen aufschlug, blickte sie direkt in zwei zuckersüße, braune Hundeaugen, die sie unendlich glücklich anschauten. Kaum war die kleine Maus wach, kam sie auch schon im Bett angestürmt, warf sich voller Elan auf ihre Ziehmama und biss mit Vorliebe in Danas platinblond gefärbte Haare.

„Hey, du kleine Motte, lass Mamas Haare in Ruhe!“, lachte Dana dann jedes Mal herzhaft, während sie versuchte, ihren Kopf scherzhaft in Sicherheit zu bringen. „Das sind meine Haare und keine Spaghetti, kleine Signorina!“

Es war einfach zu goldig anzuschauen, wie sehr sich das kleine Boxermädchen über alles Mögliche in der großen Wohnung freute. Allerdings lief die Reinlichkeitserziehung in den ersten Wochen manchmal noch mehr schlecht als recht. Es konnte passieren, dass Dana eine ganze Stunde lang geduldig mit ihr an der frischen Luft spazieren ging, Bella draußen stolz die Gegend inspizierte, keinen Tropfen verlor – und kaum hatte sie wieder die heimische Küche betreten, machte sie mit unschuldigem Blick einen riesigen See auf den Boden.

Doch Sven und Dana wussten sich als erfahrene Hundeeltern clever zu helfen: Sie kauften im Drogeriemarkt einfach Einweg-Wickelmatten für Babys und legten diese strategisch in der Küche aus. Das war ein absoluter Geniestreich. Bella begriff dank ihrer schnellen Auffassungsgabe blitzschnell, dass sie, falls es mal außerhalb der Reihe ganz dringend war, ihr Geschäft genau auf dieser weichen Matte erledigen durfte. Das sparte jede Menge Putzarbeit und gab der kleinen Maus zusätzliche Sicherheit.

Bella entwickelte sich prächtig, wuchs von Tag zu Tag und strotzte vor Energie. Ein ganz besonderes Ritual etablierte sie von Anfang an: Jedes Mal, wenn sie gut versorgt, satt und ausgeschlafen war, bekam sie ihre drolligen, berühühmten „fünf Minuten“. Dann schnappte sie sich mit wildem Blick ihr Lieblings-Kauseil, legte die Ohren an und raste wie ein geölter Blitz im Kreis durch das 30 Quadratmeter große Wohnzimmer.

Bei diesem halsbrecherischen Tempo nietete sie zwar regelmäßig ein paar Teppiche um, die danach wild zusammengeschoben in der Ecke lagen, aber im Raum blieb vor Lachen kein Auge trocken. Dieses lautstarke, wilde Schauspiel gab die kleine gestromte Prinzessin mit Vorliebe und unbändigem Stolz zum Besten – ganz besonders dann, wenn Besuch im Hause war und sie wusste, dass ihr die absolute Aufmerksamkeit aller Anwesenden sicher war.

Kapitel 16: Die Qualitätskontrolle des Stofftier-Monsters

Sven, der nach dem schmerzhaften Verlust von Dina eigentlich felsenfest geschworen hatte, nie wieder einen Hund in sein Herz zu lassen, war mittlerweile regelrechten verliebt in die kleine Stinkerin. Egal, welchen Blödsinn die gestromte Maus auch anstellte – er konnte sich vor lauter Lachen oft kaum halten. Die anfängliche Schutzmauer um sein Herz war längst komplett in sich zusammengestürzt, und er genoss jeden Moment mit dem kleinen Boxer-Nachwuchs.

Allerdings stellte sich schnell heraus: Bella war absolut keine liebe Stofftier-Mama. Eines Tages entdeckte sie natürlich die geheimnisvollen, ehemaligen Schätze von Dina unter dem Warrings Chippendale Sideboard. Doch anstatt sanft mit den Kuscheltieren zu spielen oder sie als Kopfkissen zu benutzen, ging sie mit vollem Körpereinsatz ans Werk. Sie schüttelte, zerrte und zerstückelte die Plüschtiere fachgerecht in sämtliche Kleinteile, bis das Wohnzimmer aussah wie ein explodiertes Kissenlager.

„Ich glaube, Bella unterzieht den Spielsachen einfach einer strengen Qualitätskontrolle“, kommentierte Sven das Spektakel amüsiert und hielt sich den Bauch vor Lachen.

Dana schaute ihren Mann völlig entsetzt an, stemmte die Hände in die Hüften und sagte furztrocken: „Ich glaube, du spinnst, mein Lieber! Du bagatellisierst hier ihre gewalttätige Ader. Sie ist ein kleines Stofftier-Monster! Dina hat die damals wenigstens nur gekillt, wenn sie Plastik- oder Glasaugen hatten. Deswegen kam ich ja überhaupt auf die Idee, die Stofftiere nur noch bei IKEA zu kaufen, weil die nur bestickte Augen haben. Aber Bella macht einfach alle platt!“

Sven prustete los, trat an seine Frau heran und nahm sie tröstend in den Arm, während Bella im Hintergrund gerade stolz die Wattefüllung eines plüschigen IKEA-Hundes im Raum verteilte.

„Schatz, sie ist doch mitten in der zahnenden Phase“, beruhigte er sie schmunzelnd. „Da nagen doch Säuglinge und Welpen nun mal alles kaputt.“

„Ich weiß“, entgegnete Dana, musste aber beim Anblick des unschuldig dreinblickenden Welpen insgeheim auch schon wieder lächeln. „Aber ich habe ihr doch extra dafür Kauspielzeug gekauft! Warum nagt sie denn nicht daran?“

„Wahrscheinlich, weil ihr die Stoffies einfach viel besser gefallen!“, lachte Sven und drückte seine Dana ganz fest.

Das Eis war endgültig gebrochen. Bella hatte es geschafft, die Trauer durch pure, chaotische Lebensfreude zu ersetzen. Sie würde Dinas Andenken immer in Ehren halten, aber als offiziell ernanntes „Stofftier-Monster“ schrieb sie in der Hamburger 100-Quadratmeter-Wohnung gerade ihre ganz eigene, unvergessliche Geschichte.

Kapitel 17: Der Spiegel-Zauber und die ganz große Liebe

Bella wurde von der ganzen Familie unbeschreiblich lieb gehabt. Jeder schloss die gestromte Boxer-Prinzessin sofort ins Herz, doch neben Papa Sven gab es einen Menschen, für den ihr kleines Hundeherz ganz besonders laut schlug: Danny.

Die beiden verband vom ersten Moment an eine fast magische Anziehungskraft. Als Danny sie am allerersten Tag besuchte, passierte etwas, das niemand im Raum je vergessen sollte. Danny hatte sich im Wohnzimmer im Schneidersitz auf den Boden gesetzt – und zwar genau vor einem großen Spiegel. Die kleine Bella tapste ohne langes Zögern geradewegs auf ihn zu, kletterte mutig auf seinen Schoß und machte es sich dort gemütlich. Sie blickte nach vorn, fixierte Dannys Spiegelbild und passierte das Unmögliche: Sie kniff ein Auge zusammen und zwinkerte ihm im Spiegel ganz bewusst zu!

„Mama, guck mal! Bella hat mir einfach zugezwinkert!“, rief Danny völlig begeistert und fasziniert aus.

Dana, die die Szene mit einem breiten Lächeln beobachtet hatte, nickte gerührt. „Ich weiß, mein Schatz, ich habe es gerade mitbekommen. Das heißt, dass sie gerade mit dir eine ganz besondere Verbindung aufbaut.“

Und genau so war es auch. Ab diesem schicksalhaften Tag gab es für Bella kein Halten mehr, sobald Danny die Wohnung betrat. Er konnte einfach nur im Raum sitzen, und schon war jeder andere – inklusive Ziehmama Dana – komplett abgemeldet. Bella wich ihm nicht mehr von der Seite, legte ihren Kopf vertrauensvoll auf seine Knie und genoss jede Sekunde mit ihrem absoluten Lieblingsmenschen. Das Universum hatte nicht nur Sven und Dana ein Wunder geschickt, sondern auch für Danny den treuesten, gestromten Schutzengel auf vier Pfoten bereitgehalten.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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