Seelenwelten von Dana Stella Schuhr


Autor: Dana Stella Schuhr

  • Heilsames Schreiben Ich sitze in einem tiefschwarzen Loch, erschöpft von des Lebens Gange. Es gruselt mich sehr; –trotzdem merke ich doch, … es zieht mich stets aus den Abgründen hoch, wenn ich dichte, Momente einfange. Das Reimen gibt mir den Rhythmus dann vor… wenn Worte mich ruhig umfassen, als stünde ich vor einem sonnigen Tor,…

  • Verlorene Seele Ich schreie in die Welt hinaus, damit mich jeder hören mag. Ich blute das Leid von innen aus an diesem rabenschwarzen Tag Der Dorn, der in der Tiefe sticht ist Pfeiler der Verdammnis mir, die Wahrheit, ich ertrag sie nicht, vorbei gemeinsame Zeit mit dir. Es fehlt an der Entschlossenheit den Lebensweg allein…

  • Gesetze

    Gesetze Das Leben ist ein Kinderspiel, viel einfacher als das der Affen. Man braucht nicht überlegen viel, es gibt ja Paragraphen. Ob Musik darf laufen und wie laut, ob Licht muss brennen oder nicht, ob Gummis müssen auf die Haut, ob Tanz verboten oder Pflicht. Alles geregelt mit Gesetzen, im Zweifel mit Gerichtsbeschlüssen.Du solltest Dich…

  • Wenn Güte stirbt Der kranke Klang erklingt konstant, als Weltenschrei in allen Ländern. Ein müder Drang verschläft zu lang, wird schwer wie Blei, kann nicht verändern Respekt verliert und resigniert, wird angepasst, und mit gehasst Verblendung sticht die weise Sicht, und Glück verdirbt, wenn Güte stirbt. PS: Wie dem Geiste nichts zu groß ist, so…

  • Augen auf!

    Augen auf! Wenn Hirngewäsch‘ dein Auge schmerzt, dir den Verstand in Schwärze taucht, wenn manche Propaganda kaltbeherzt, dir Dogmen in die Ohren haucht… und deinem Denken anbefiehlt, in welchem Ton du pfeifen musst, am Ende dir dein Selbstsein stiehlt und dich belädt mit Weltenfrust, dann … steig ins Wasser, rein und klar, wisch gründlich Aug’…

  • Das Leben ist eine kurze Reise Du arbeitest 8 Stunden, um 4 zu leben. Du arbeitest 6 Tage, um einen zugenießen. Du arbeitest 8 Stunden,um in 15 Minuten zu essen. Du arbeitest 8 Stunden, um 5 zuschlafen. Du arbeitest das ganzeJahr, nur um ein oder zwei WochenUrlaub zu nehmen. Du arbeitest Dein ganzes Leben lang,um…

  • Das tiefe Ich

    Das tiefe Ich Diese finstre Ecke im Treppenhaus, wo die Lichtstrahlen sterbend rufen, sie ist mir, so oft ich sie ahne, ein Graus und in ihrem Schatten die Stufen. Woher die Stiege, wo führt sie hin Was bläst den eiskalten Hauch? Was zieht zu diesem Schlund meinen Sinn? Was zurrt diese Schlinge im Bauch? Ein…

  • Der Kampf mit sich selbst Die Einen sind Angetrieben vom Mut, ohne Angst, ohne Erfahrung, ohne Gefühl. Sie haben noch keine Ahnung. Die Anderen sind Angetrieben vom Gefühl, ohne Humor, ohne Rücksicht, ohne Verstand. Sie sind tief verwickelt. Angetrieben vom Verstand! Die Übrigen sind ohne Scham, ohne Hilfsbereitschaft, ohne Verständnis für das Verhalten. Jener; sie…

  • Begegnung

    Begegnung Mehr aus Versehen kamst du in die Stadt. Dein Haus hat noch die alte Nummer – Sieben. Du stehst davor wie neu, ein wenig platt, wer weiß, was dich hierher getrieben. Die Kinderjahre. Hier hast du gewohnt. Den Zaun gibt’s immer noch, nur ohne Loch. Wie schade, denkst du, hätte sich gelohnt. Was bleibt,…

  • Der Entschluss

    Sie hört nur das Rauschen des Wassers um sich herum und ab und zu das Kreischen einer Möwe. Der Fels unter ihr ist rau und nass. Ihre nackten Füsse werden hier und da von einer Welle getroffen, die am Felsen zerschellt ist, obwohl sie mindestens sieben Meter über dem Wasser sitzt. Sie lässt ihren Blick…

  • Gier

    Nur kleines Glück? Das ist zuwenig,das große Glück allein macht seelig,mit Herrscher Krone auf dem Kopfzu schöpfen stets aus vollem Topf. Nur trautes Heim? Das ist Gefängnis,entgrenzt zu sein, heißt das Bekenntnis,mit Drogen flieht man Raum und Zeitund macht das Leben endlos weit. Der Müßiggang? Welch Langeweile!Befriedigung bringt nur die Eile,wer nicht in Hast die…

  • Geständnis

    Geständnis Ich hatte dich für lange Zeit vergessen und hätte nicht im Traum daran gedacht, daß alte Leidenschaft gereift erwacht, doch es ist wahr: Ich bin von dir besessen! Was mich einst störte, weiß ich heut zu schätzen im klaren Sehen, was mich zu dir trieb, weshalb mein Herz sich deinem Schutz verschrieb. Wie konnte…

  • Mein elektronisches Postfach für sein Herz Hab‘ mein Herz an ihn vergeben, seines einfach so bekommen, gleich ein Postfach eingerichtet, für die Küsse, seine Schriften, die gesammelten Gefühle, die er mir per E-Mail sendet. Bleibt es immer nur… beim Schreiben, treffen wir uns jemals wirklich? Sind die Klackertasten besser und der Blick in Richtung Bildschirm?…

  • Verschmiedet

    Verschmiedet Heute wirst du mir bezahlen, was an Schuld du hast gehäuft, plus den Zinseszins für Qualen, deren Kurve aufwärts läuft. Drücken soll dich dein Gewissen, durch den Tag und durch die Nacht. Fühl dein Herz! Es ist verschlissen, von des Dämons böser Macht. Meine Strafe sind die Tränen, deren Höllen heißer Fluss, dich bis…

  • Mein Tanz

    Und ich tanze, tanze um mein Leben, tanze um meine Pein. Den Tanz meiner Seele, der Sehnsucht, mehr ich selbst zu sein. Und ich tanze, tanze für meine Liebe… bin verliebt in jeden Ton. Tief in mir, meine Seele und mein Herz kennen die Musik schon. Und ich tanze, tanze gegen das Denken, tanze den…

  • Einfach zu gehn aus all den Mauern,all den Zwängen, fortzugehn, von allden wohlbekannten Klängen um zusehn, was da an Dunkelheit und … Farben in mir ist, ob wo so vielemeiner Träume starben, ob nochwas ist. Einfach zu gehn aus demBüro, wenn eine Kinderstimme ruft… nicht blind und taub sein, denn ichbin die, die da ruft,…

  • Herzens Weg

    Du fühlst dich hin-und hergerissen, es gibt ein Hier, es gibt ein Dort. Doch keins von beidem, willst du missen und darum ziehst du immer fort. Weg von dem einen Ort zum andern. Bist du ein Fremder auf der Flucht? Dein Herz beginnt stets neu zu wandern und lässt dabei nichts unversucht. Mal rast es…

  • Siehst mir in die Augen Siehst mir in die Augen, schwinden mir die Sinne, glühen heiß die Wangen, seh ich schräge Dinge. Seh am Himmel Geigen durcheinander stieben, finden sich zum Reigen auf Wolke Sieben. Auf dem Trampolin, wo keiner heute springt, weil’s zu regnen schien, hüpft ein Herz und singt. Hinter’m großen Regentank, geschützt…

  • Minuten

    Minuten Aus Minuten werden Stunden, daraus Wochen, Monat, Jahr, einfach nur als Zeit empfunden, stellen sie das Leben dar. Eingezwängt in Alltagssorgen, die uns selbstverständlich scheinen, hoffen wir auf besseres Morgen, und dann keine Tränen weinen. Teure Perlen, die Minuten, Stunden bündeln diesen Takt, Monate, die schlechten – guten, sind im Jahr mit eingepackt. Perlenketten…

  • Trauma

    Trauma Schluchzend bin ich aufgewacht, Tränen auf den Wangen, in dem Angsttraum Nacht für Nacht, immerzu gefangen. Aufgewacht an meinem Schrei, zittere ich noch immer. Komm‘ ich davon nie mehr frei? Nacht für Nacht wird’s schlimmer. Was mag bloß der Anlaß sein Schuld? Ich finde keine. Mein Gewissen weiß ich rein, dennoch schrei‘ ich, weine.…