So fern und doch bei dir!

1 Minute

In weiter Ferne, doch dir nah, hallt
deine Stimme, kaum zu fassen, als
ob wir uns nie ganz verlassen, obwohl
ich dich noch niemals aus der Nähe sah.

Ein Schwur, ein Seufzen in der Nacht:
Die Liebe hat mich krank gemacht.
Sag, Amor, wie die Sonne steht,
dort, wo du weilst, am fernen Ort?

Hier ist das Licht schon lange fort,
doch dein Gesicht im Geiste weht.
Ich trag dich tief in mir hinein,
um niemals ganz allein zu sein.

Ich zähle Tage, frag das Meer, wann
führt der Weg uns zwei zusammen?
Der erste Kuss, in sanften Flammen,
raunt wie ein Märchen zu mir her.

Doch fühl ich mich dir plötzlich
nah, ist alle Zeit nicht länger da.
Die Uhren sinken in die Flut,
wo jede Stunde lautlos stirbt…

weil deine Nähe mich bewirbt. Und
alles heilt, was in mir ruht. Mir fehlt
das Wort, mein Kopf ist leer, mein
Herz jedoch von Sternen schwer.

Kein Abgrund klafft mehr, tief und
grau, kein Sehnen drückt mich mehr
zu Boden, in lichten, neuen Liebes-
Oden wird alles hell und morgentau.

Ich schwebe nun, ich lache leis,
durchbochen ist das bitt’re Eis. Wie
Strandgut, von der Flut gepeitscht,
vom Salz zerfressen, müd’ und bleich,

Erreich ich nun dein sich’res Reich,
wo sich die Angst in Trost entweicht.
Ich liege nun im warmen Sand,
ganz nah bei dir, an deiner Hand.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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