Gläserne Gärten

1 Minute

Nicht weit vom Schatten jener Pforte,
die still zu meiner Seele führt,
verbergen sich verstummte Worte,
von tiefer Einsamkeit berührt.

Doch wenn der Wind die Scheiben streift,
erzittern leise Klänge wieder.
Was lang im dunklen Schweigen reift,
fällt sanft wie Tau auf Blätter nieder.

Hier geht ein Wispern durch die Blätter,
ein Raunen zieht von Strauch zu Strauch.
Es glänzt im lichten Frühlingswetter
der kalte, weiße Morgenrauch.

Der Morgentau, so klar wie Glas,
spiegelt den weiten Himmelsäther.
Er schimmert hell im feuchten Gras
und schwindet im Verborgnen später.

Ein Bach erzählt von ferner Weite,
rauscht leise durch das grüne Tal,
von Dingen auf der andren Seite,
im fahlen, goldnen Sonnenstrahl.

In meinen Gärten ist es zeitlos,
die Welt da draußen scheint so weit.
Der blaue Himmel weilt so leidlos,
als hätte er noch ewig Zeit.

Kein Lärm bricht diese stille Pracht,
die Zeit verweilt im Augenblick,
bis meine tiefste, dunkle Nacht
die Schatten holt zu mir zurück.

Das Licht muss nun vom Schatten weichen,
der Tag neigt müde sich dem Ende.
Die Gärten setzen stumme Zeichen,
bis sich das Blatt im Morgen wende.

Stella Schuhr ⭐

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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