Die Emanzipation der niedlichen Puppe

1 Minute

Du suchst erneut nach meiner Nähe,
als ob ich bloß dein Spielzeug sei.
Damit ich nicht den Trug verstehe,
nennst du mich „Baby“ nebenbei.

Du sehnst dich nach den alten Tagen,
die längst in mir verblasst und tot.
Als wir uns nur noch bitter trafen
und Bande rissen in der Not.

Ich saß allein in stummen Mauern,
du gingst mit andern Frauen aus.
Lebtest dein Leben ohne Trauern
mit ihnen in Saus und Braus.

Was soll ich heute für dich spüren?
Soll ich auf dein Kommando flehn?
Als hübsche Puppe dich berühren,
um nachts an deinem Bett zu stehn?

Doch ach, ich muss es mir gestehen:
Ein Teil von mir wollt dich noch sehn.
Er lässt die alten Zweifel leben
und bringt mein Innerstes zum Beben.

Und dennoch bleibt mein Wille klar:
Ich will das mit uns beiden nicht!
Was damals war, ist nicht mehr wahr,
ein neues Glück bringt mir das Licht.

Es bleibt ein Schmerz, der leise klagt,
weil man dem Lügner oft vertraut.
Wer mutig hier die Wahrheit sagt,
dem wird die Stimme oft geklaut.

Doch meine Fesseln sind zerbrochen,
die Puppe spielt dein Spiel nicht mehr.
Das letzte Wort ist nun gesprochen,
ich gebe dich dem Gestern her.

Ich stehe aufrecht in den Scherben,
die du in meinem Geist verstreut.
Mein Wille lässt sich nicht verderben,
ich feiere mein Ich – ab heut!

Stella Schuhr ⭐

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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