Das innere Raubtier

1 Minute

Zwei Wesen ringen mir im Blute,
ein weißer Engel, zart und rein,
ein finstrer Dämon voller Knute,
gefangen im Gedankenschrein.

Sie kämpfen stumm in meiner Brust,
um jede Tat, um jeden Schmerz.
Der eine schenkt mir Lebenslust,
der andre bricht das weiche Herz.

Sie gieren beide nach der Macht,
sie reißen an der Lebenskette.
Wer siegt im Zwielicht dieser Nacht?
Wer führt mich auf die Totenbette?

Am Ende bleibt nur eine Pflicht,
die Wahrheit, die im Dunkeln lauert:
Es siegt kein Schicksal, kein Gericht,
kein Gott, der um die Seelen trauert.

Es überlebt in diesem Streit nur
das, was deine Hände nähren.
Fütterst du die Grausamkeit?
Oder willst du das Licht gebären?

Die Wahl liegt kalt in deiner Hand,
du fütterst täglich dein Gericht.
Verbrennt die Seele nun zu Sand?
Oder führt der Weg zum Licht?

Lange fraß das Biest aus meiner Hand,
ich nährte Schatten, Schmerz und
Wut Doch als mein Haus in Flammen
stand, erlosch die blinde, wilde Glut.

Ich schließe Frieden mit der Nacht,
reich beiden Kräften sanft die Hand.
Die Bestie schläft, der Engel wacht,
das Herz hat seinen Halt benannt.

Stella Schuhr ⭐

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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