Zwei Welten weben stumm an ihrer Not,
die eine sucht im Schweigen ihr Asyl,
die andre floh das giftig süße Brot,
und jede spielt ihr eigenes Gefühlsspiel.
Der Mann baut oft sein Haus auf einem Herz,
das ihm die Welt und jeden Trost ersetzt.
Bricht diese Säule, bleibt ein tiefer Schmerz,
weil mit der Liebe auch sein Halt zerfetzt.
Kein Netz fängt auf, was plötzlich einsam
fällt, wenn die Versorgerin der Seele geht,
zurück bleibt eine stumme, leere Welt,
in der kein Wort die Einsamkeit versteht.
Die Frau hingegen brennt im gold’nen
Käfig aus, wo falsche Liebe ihr die Luft
entzieht. Sie schwindet leise im vertrauten
Haus, bis sie ihr inneres Exil besiegt.
Für sie ist Trennung oft das erste Licht,
das ihr die Freiheit und sich selbst wieder
gibt. Das Alleinsein bricht ihr Wesen nicht,
weil sie im Rückzug sich selbst wieder liebt…
Sie baut aus Trümmern sich ein neues Fundament,
holt ihre Farben aus der Dunkelheit zurück.
Wer durch den Schmerz die eigene Stärke
kennt, sucht nicht im Anderen das eig’ne Glück.
Er lernt im Schweigen, das ihn schwer umgibt,
dass Masken fallen, wenn der Alltag bricht.
Wer nur durch fremde Augen sich geliebt,
der findet ohne sie sein inneres Licht.
So rettet Einsamkeit, was fast verlor, und
bricht doch den, der blind auf eine stützte.
Das Gedicht führt uns den Spiegel vor: Wir
sind nur frei, wenn uns die Bindung schützte.
Wer durch den Schmerz die eigene Stärke kennt,
sucht nicht im Anderen das eig’ne Glück.
Er lernt im Schweigen, das ihn schwer umgibt,
dass Masken fallen, wenn der Alltag bricht.
Wer nur durch fremde Augen sich geliebt, der
findet ohne sie sein eigenes Inneres nicht.
So rettet Einsamkeit, was fast verlor, und
bricht doch den, der blind auf eine stützte.
Doch wenn der Sturm sich legt und Einsicht reift,
reicht sich das Ich im Spiegel selbst die Hand.
Wer den Verlust als Neubeginn begreift,
baut seine Brücken auf gesundem Land.

Dana Stella Schuhr

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