Es drängt die Welt nach lautem Schein,
man will der Größte, Beste sein. Mit harter
Hand und kühnem Blick, erzwingt man sich
ein schnelles Glück. Man nimmt sich Raum…
man nimmt sich Macht und schaut nicht, wer
im Schatten wacht. Das Ego groß, das Rückgrat
schwach, folgt Gier dem Stolz ins Prunkgemach.
Wer nur die eigene Krone sieht, vor dessen Kälte…
Mitgefühl flieht. Er trampelt Pfade blind und
breit, durchs weiche Feld der Menschlichkeit.
Ein Hochmut, der im Hochmut brennt, der keine
echten Freunde kennt und auf dem Gipfel…
stumm und leer, findet er keinen Glauben mehr.
Doch ist das wirklich wahrer Sieg, wenn man
beendet diesen Krieg? Wenn auf dem Weg der
eitlen Pracht nur Seelennot und Armut wacht?
Wenn ausgebrannt die Menschen stehn, die
schweigend mit dem Sieger gehn? Ein Thron,
gebaut aus fremden Schmerz, beherbergt
nur ein hohles Herz. Wo Strukturen stürzen…
und zerbrechen, weil nur die nackten Zahlen
sprechen, bleibt nichts als Asche auf der Bahn,
geopfert dem Tyrannenwahn. Ein Raubbau, der
die Kraft entzieht, bis jede Lebenslust verblüht.
Das ist kein Sieg, das ist Verlust, der schwer
drückt auf des Treibenden Brust. Denn wahrer
Erfolg, er nährt und gibt, er ist es, der das Leben
liebt. Er schafft den Raum, der andern nützt…
er hebt empor, er heilt, beschützt. Nicht
Lautstärke bestimmt den Wert, der tief im
Inneren erfährt, dass wahre Größe sich
bemisst an dem was man für andre ist.
Es ist der Mut der leise spricht, der Dunkel-
heit verwandelt in Licht. Der Hand reicht,
wo ein anderer fällt und so ein Stück der
Welt erhellt. Wer Raum zum Wachsen…
großzügig schenkt.und nicht nur an das
Eigene denkt, der baut ein Fundament
aus Geist, das Zeit und Stürme überweist.
Kein Kontostand der Welt behebt…
ein Gewissen, das in Trümmern lebt.
Die Wirkung bleibt, der Nachhall zählt, wie
man das Morgen mitgestaltet. Denn wer mit
reinem Herzen sät, erntet Erfolg, der nie vergeht.
Kein Glanz der Welt ersetzt das Licht,
das leise durch die Güte spricht.
Wer Herzen wärmt und Hände reicht,
erlangt den Sieg, der nie verbleicht.

Dana Stella Schuhr

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