Der wahre Schatz

2 Minuten

Was ist der Wohlstand, den wir ewig suchen?
Ein Münzenspiel, das flüchtig uns berückt?
Nein, Reichtum steht in keinen Kassenbüchern,
er wohnt im Licht, das uns am Morgen schmückt.

Ein Sonnenstrahl, der sanft die Stirn berührt,
wenn nach der Nacht das Leben neu erwacht.
Wer diese stille Pracht im Herzen spürt,
besitzt ein Gut, das keine Börse macht.

Unbezahlbar bleibt des Kindes helles Lachen,
gesund zu sein, wenn uns der Tag begrüßt.
Es sind die Wunder, die uns sehend machen,
wenn sich die Welt in Kleinigkeiten gießt.

Wir müssen lernen, Augenblicke festzuhalten,
die Liebsten fest an unsere Brust zu drücken.
Denn in den Stürmen, die das Dasein spalten,
kann nur die Nähe uns mit Trost beglücken.

Ein gutes Lied, das durch die Seele klingt,
ein altes Wort mit Freunden treu geteilt.
Wer von den alten Zeiten dankbar singt,
hat in der Hast der Welt ein Stück verweilt.

Wenn Sommerregen auf die Haut uns fällt,
dann lasst uns schweigend in das Schweigen
hören. Die Seele baumeln lassen vor der Welt,
und nichts und niemand darf die Ruhe stören.

Doch größte Fülle liegt in jenem Einen,
der unser Suchen sanft ans Ufer lenkt.
Mit dem wir lachen, weinen und vereinen,
dem man das Herz als teuren Spiegel schenkt.

An dessen Hand wir durch die Jahre schreiten,
der uns versteht, auch wenn kein Wort erklingt.
Das ist der wahre Reichtum aller Zeiten, der
Schatz, der uns durch Liebe in die Ewigkeit bringt.

Ein Cappuccino bricht den frühen Tag, der
weiche Schaum schmeckt nach Gelassen-
heit. Kein Müssen mehr, kein Fordern, keine
Plage im Augenblick versinkt die graue Zeit.

Und durch das Fenster weht ein süßer Gruß,
der Duft von weißen Blüten, zart und rein.
Ein Hauch Zitrone, der uns wecken muss,
und alles Schwere filtert sich zu Schein.

Das Meer erzählt im ew’gen Wellenspieln
vom Kommen und vom Gehn im Weltenlauf.
Sein Rauschen setzt dem Geist ein fernes
Ziel und bricht die engen Mauern wieder auf.

Die Sonne küsst die Haut mit warmem
Gold,ein sanfter Streichelzoo aus purem
Licht. Wer diesen Strahl in seine Seele holt,
der braucht des Lebens laute Güter nicht.

Ein leises Tuckern zieht von fern vorbei,
wenn kleine Boote durch die Wellen gleiten.
Sie fahren langsam, unbeschwert und frei,
hinaus in die geschichtslosen Weiten.

Das ist der Reichtum, der uns tief berührt:
Kein Gold der Erde wiegt die Stille auf, die
man in diesen Küsten-Morgen den spürt –
das Leben nimmt hier seinen schönsten Lauf.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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