Das Gewebe der Täuschung

1 Minute

Wir bauten Schlösser aus dem lichten Schaum,
verwebten Wünsche tief im Weltenraum,
wo Hoffnung trügerisch das Auge blindet,
bis scharf das Licht die nackte Wahrheit findet.

Der Sturz ist steil, das Herz bricht stumm ent-
zwei, die alte Welt geht bitterlich vorbei. Doch
schneidet uns der Schmerz ein neues Fenster,
und aus dem Nebel weichen die Gespenster.

Die Maske fällt, die uns so lang geplagt,
die Wahrheit kommt – gewaltig, ungefragt.
Sie reißt uns fort aus jenem süßen Traum,
und stürzt das Kartenhaus im engen Raum.

Was gestern hielt, zerrinnt wie nasser Sand,
rinnt lautlos fort aus einer müden Hand.
Sie nimmt den Trug, der uns so fest umfing,
während das falsche Gold im Wind verging.

Doch schau, der Boden, der nun einsam liegt,
atmet das Licht, das über Schatten siegt. Die
Täuschung wich, der Blick wird weit und klar –
aus Asche blüht, was immer echt schon war.

Das Flüstern schweigt, das uns so lang
betört, die falsche Stimme ist nun unerhört.
Ein rauer Wind fegt durch das Trümmerfeld,
der uns im Kern auf festen Boden stellt.

Die Kette bricht, die uns gefangen hielt, wo
trüber Schein mit unserm Schicksal spielt.
Nun hebt das Haupt sich aus dem tiefen
Schmerz, und reines Wissen füllt das freie Herz.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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