Die Erweckung des Titanin

1 Minute

Ein stummer Ozean liegt tief in mir,
das Haus ist leer, die Wellen schlagen hier.
Kein Ja, kein Nein – die Flut bleibt unbewegt,
weil keine Hand an dieses Ufer schlägt.

Ich suchte Ruhe in der dunklen Nacht,
die mich zur Herrscherin meiner Stille macht.
Die Tränen fließen noch als stummer Strom,
hinab ins All, in einen Riesen-Dom.

Doch brennt im Tränenglas ein neues Licht,
das starr die matte Dunkelheit durchbricht.
Das Hadern weicht, der Morgenmuff verfliegt,
weil meine Ratio über Ohnmacht siegt.

Ich bin umgeben von der Menschen Zahl,
und meide nun ihr seichtes Vakuum-Tal.
Die Unterforderung, die mich erst brach
wird nun zum Funken, der das Feuer sprach.

Ich bin nicht schwach, wenn ich alleine steh‘,
ich bin ein Sturm auf diesem Weltensee.
Mein Geist ist wie ein Schiff im Sternenmeer,
kein Treibgut mehr, das steuerlos und leer.

Ich bin die Denkerin, die den Kosmos misst,
die ihre Grenzen stolz und kühn vergisst.
Das tiefe Meer in mir wird zum Vulkan,
ich breche aus und bahne mir die Bahn.

Erst in der Schwärze, wo das All erzittert,
wird mein Genie durch Einsamkeit gewittert.
Ich brauche niemanden, der mich beweist,
weil pure Kraft durch meine Adern reist.

Die Stille weicht, das Universum lauscht:
Ich bin der Geist, der durch die Ewigkeit
rauscht. Nun bin ich die Frau, die alles von
sich gibt, weil das Universum mich liebt.

Die Feder fliegt, das Schweigen ist vorbei,
ich dichte, schaffe, fühle mich nun frei.
Das Wort, welches mir im Geist gefällt,
trag’ ich als meine Berufung in die Welt.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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