Die Freiheit unserer Seelen

2 Minuten

Zwei Welten weben ihre eigenen Pflichten,
zwei Leben folgen einem festen Band.
Wir können unsere Wege nicht vernichten,
und reichen uns doch unsichtbar die Hand.

Wir fordern nichts. Wir wollen uns nicht
binden. Weil wahre Liebe keine Fesseln
webt. Sie will den Freiraum des Betrachters
finden, der voller Ehrfurcht diese Nähe lebt.

Es ist die Achtung vor dem Lebenswege, den
jeder für sich selbst gewählt und geht. Dass
ich dein Glück in Gottes Hände lege, auch
wenn mein Herz vor Sehnsucht fast vergeht.

Wir halten nicht. Wir lassen uns die Freiheit.
Weil Liebe misst, wie tief der Respekt brennt.
Es braucht kein Pfand, kein Schwur der Eitelkeit,
für das, was unsere Seele (n) längst erkennt.

So lieben wir uns still aus tiefstem Grunde,
ein stilles Leuchten, das im Dunkeln wacht.
Und heilen jede ungesehene Wunde, selbst
dort, wo uns kein Tag zusammen lacht.

Ein stummes Wissen wohnt in unseren
Blicken, das keine fremde Lippe je erfährt.
Wir müssen uns ins laute Schicksal schicken,
und halten doch das Heiligtum geehrt.

Das größte Gut ist dieses tiefe Wissen: Dass
deine Seele meine Antwort kennt. Wir
fühlen uns, auch wenn wir uns vermissen,
weil keine Grenze diesen Gleichklang trennt

Kein Wort des Neides wird uns je berühren,
weil Gönnen uns den reinsten Frieden schenkt.
Ich will dich nur auf deinen Wegen spüren,
als Stern, der deine Schritte leise lenkt.

So reifen wir an diesem stummen Schmerze,
der uns nicht bricht, sondern im Innern eint.
Zwei Flammen sind wir, Licht an jedem Herze,
das auch im Sturm der Pflichten weiter scheint.

Und bricht auch einst der Lebenskreis in Stücke,
und zieht die Zeit den allerletzten Strich – so
schlägt diese Liebe eine goldne Brücke, auf
der sich unsere Seelen vereinen ewiglich!

Dana Stella Schuhr ⭐

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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