Das stoische Reich

1 Minute

Hinter Mauern, kalt und schwer,
sinkt das Licht ins Weltenmeer.
Doch wenn die Welt in Trümmer bricht,
löscht das den inneren Funken nicht.

Was draußen stürmt, was uns bedroht,
berührt des Geistes festes Boot.
Das Leben quillt aus Fug und Rand,
wir bauten Schlösser in den Sand.

Vergossen Tränen um den Schein,
um nicht mit uns allein zu sein.
Nun hält der Blick der Wahrheit stand:
Das Außen weicht, es schwindet Sand.

Wir blickten starr auf buntes Glas,
vergessen ganz, wer wer einst war.
Doch bricht der Geist die digitale
Haft, erwacht im Jetzt die alte Kraft.

Der Markt verliert den lauten Sinn,
wir nehmen, was uns bleibt, als Gewinn.
Was nützt das Wort, das laute Flehen,
wenn wir den Lauf der Welt nicht sehen?

Der Schmerz der Welt wird uns zum
Wind, wenn wir im Innern glücklich
sind. Kein Schatten wandert durch das
Haus, der unsre Seelenruhe löscht aus.

Am Ende bleibt das Schicksal treu,
wir grüßen es ablenkungsfrei und
neu. Das Herz wird frei, die Sicht wird
klar, wir nehmen an, was immer war.

Die Gegenwart wird uns zum Pfand,
nicht länger flüchtger Wüstensand.
Die Bindung zur Natur erneuert sich,
das Schicksal trägt nun dich und mich.

Wir sind nicht länger isoliert,
weil uns Vernunft im Innern führt.
Das Liebesreich, einst fahl und leer,
braucht keinen äußern Beifall mehr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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