Die Heimkehr der Träume

1 Minute

Wo sind sie nur, die bunten Bilder,
die einst den jungen Geist belebt?
Der Blick auf diese Welt war milder,
weil Sehnsucht uns empor gerhebt.

Ein manches Bild war eitel Blendung,
und manches glänzte pur und rein,
wir suchten Schicksal und Vollendung
und wollten wie die Götter sein.

Wir hatten wenig, wollten Vieles, die
Welt schien offen, weit und groß.
Am Anfang eines jeden Spieles
fällt uns das Glück noch mühelos.

Doch manches ward zu Rauch und
Scherben, verweht im kalten Wind der
Pflicht. Muss jede kühne Hoffnung sterben,
wenn Alltag durch die Wolken bricht?

Sie sind so zart, so leicht verletzlich,
wie Glas, das in der Hand zerbricht.
Und dennoch bleiben sie unersetzlich,
als Funke im Exil der Nacht.

Vielleicht sind sie uns nur entwichen,
geflohen vor der Logik Macht,
weil wir zu kühl das Sein verglichen
und seltener im Traum gelacht.

Wir dachten uns in Ewigkeiten und
bauten Berge hoch aus Licht, doch
durch den Strom der harten Zeiten
hielt manches Fundament dem nicht.

Wir haben sie im Lärm zerrieben, den
Raum der Stille stumm verbannt,
wo sind die Ideale geblieben,
die uns als Jugendfeuer brannt’?

Wir brauchen sie in diesen Tagen
viel mehr als je in grauer Zeit! Wenn
Schultern schwer an Lasten tragen,
schenkt uns der Traum Unsterblichkeit.

Denn wer den Traum im Herzen hütet,
empfängt aus ihm die sanfte Kraft,
wenn draußen auch der Sturmwind
wütet, weil er aus Asche Hoffnung schafft.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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