Durch Wüsten, die im Schweigen Ruhen,
zog ich mit wundgelauf’nen Schuhen,
vorbei am Lärm der eitlen Welt,
wo nur dein Blick mein All erhellt.
Ich brach der Seele stolze Krone,
auf dass ich blind im Opfer wohne.
Gab jeden Halt, gab jeden Sinn,
für einen Hauch von Nähe hin.
Das Universum ward zum Pfand,
das ich verlor an deine Hand.
Ich goss mein Sein in dein Gefäß,
doch blieb dein Herz mir ungemäß.
Nun flieht der Geist in jene Sphären,
wo Sehnsüchte den Schmerz verklären.
Aus Traumgewebe baut die Nacht
ein Reich, das uns unsterblich macht.
Doch bricht das Licht im Morgenrot:
Der Traum war Brücke, Trost und Tod.
Ich ziehe fort, die Nacht verblasst,
befreit von dieser Sehnsucht Last.

Dana Stella Schuhr

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