Die Liebe gleicht dem Riesenrade,
das sacht für uns im Himmel dreht.
Sie führt uns nie auf gradem Pfade,
dafür ein Wind uns sanft umweht.
Ein Kettenkarussell im Winde – wie
könnten wir da einsam sein? Wenn
ich dich in dem Fluge finde, holt
uns das Glück der Schnelligkeit ein.
Sie lockt uns wie die Zuckerwatte,
ein Traum aus rosarotem Schaum.
Weil jeder Sehnsucht nach ihr hatte,
teilen wir nun den süßen Traum.
Im Spiegelbilde tief im Innern – suchen
wir oft das eig’ne Licht. Doch lässt
die Liebe uns erinnern: Verlieren
kann uns dieses Labyrinth nicht.
Wie eine Geisterbahn im Dunkeln-
erschreckt sie uns mit wildem Schein.
Doch brennt das Licht aus ihrem Funkeln,
steigen wir gern wieder zu ihr ein.
Beim Kraftmesser, der uns bezwingt,
schlägt mancher wild und heftig zu.
Wenn meine Hand den Hammer schwingt,
weiß ich doch genau: Das sanfte Ziel bist du.
Die Liebe ist ein Jahrmarktstreiben –
wir traten ein und ließen uns ein.
Doch um im Glücke fest zu bleiben,
muss Raum für Stille mit uns sein.
Denn wahre Liebe bleibt bestehen,
sie überdauert Raum und Zeit.
Und wenn wir beide es ersehnen,
reicht sie bis in die Ewigkeit!

Dana Stella Schuhr

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