Was wir für uns einst mutig gaben,
was wir verloren, nie erreicht,
woran wir uns im Sturm erlaben,
was uns verließ, das Herz erweicht.
Was wir in uns verzweifelt suchten,
was wir erfanden, voller Gier,
was wir ersehnten und verfluchten,
bebebt in mir, verklingt in dir.
Was wir als Willen in uns trugen,
was wir erlangten und versäumt,
während die Herzen lauter schlugen,
zerstritten, doch versöhnt geträumt.
Was wir vor Augen deutlich sahen,
ergriffen, eh es uns entrann,
wir brannten aus in fernen Nahen,
verrannt im Netz, das uns besann.
Was wir an uns so tief geliebt,
ersehnt im Schatten jener Nacht,
was uns verzeiht und Halt noch gibt,
verstehn wir nicht, was uns bewacht.
Weil ich dich wünschte, ganz für mich,
verließ ich mich, um dir zu gleichen,
weil meine Liebe nie verblich,
will ich dir meine Hände reichen.
Ich weise dich von mir und fliehe,
verstehe dich und doch auch nicht,
doch was ich auch aus Sehnsucht ziehe:
Dein Herz bleibt mir das hellste Licht.

Dana Stella Schuhr

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