Das Ende der Sehnsucht

1 Minute

Aus Worten wuchs ein helles Haus,
wir bauten fleißig Stein auf Stein.
Du zogst aus meinem Herzen aus,
nun bricht das Werk im Sturm allein.

Nicht laut, nicht mit befreitem Schlag,
bricht dieses Fundament entzwei.
Es bröckelt langsam, Tag für Tag,
Stück für Stück an mir vorbei.

Der Blick verblasst, die Wärme weicht,
Versprechen wiegen zentnerschwer.
Die Last zu tragen wird nun leicht,
ich trage sie für uns nun nicht mehr.

Ein ganzes Jahr stand meine Tür für
dich noch einen Spaltbreit auf.
Doch keine Sehnsucht führt zu dir,
die Zeit nahm ihren harten Lauf.

Der Schmerz saß tief in meiner Brust,
ich musste lernen und verstehn. Was
du so leichtfertig mir gibst an Verlust,
lässt mich nun klar nach vorne sehn.

Mit letztem Halt stirbt auch die Pein,
die Sehnsucht wird im Herzen still.
Kein Drama bricht mehr in mich ein,
das nichts mehr von dir hoffen will.

Du gingst ganz ohne Abschiedswort,
hast keinen Gruß mir dagelassen.
So bleib von meinem Leben fort,
ich lerne, dich im Geist zu fassen.

Die Wunde heilt, die einst so schrie,
die Wut ist längst im Rauch erflogen.
Du bist jetzt nur noch Theorie,
zum Philosophieren umgebogen.

PS: Gewidmet dem Mann, der die
Augen verschloss vor dem größten
Geschenk, das das Universum für
ihn bereit hielt – und mir damit die
Chance gab, meinen eigenen Wert
neu zu entdecken.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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