Es gibt Momente, da schreit dein Fehlen,
viel lauter als Schweigen es je vermag.
Schatten, die sich durch die Stunden
stehlen, mitten im Lärm, mitten am Tag.
Ich suche dich noch in seltsamen Zeiten,
obwohl unsere Wege nun anders verlaufen.
Will dich nicht zurück, will dich nicht begleiten,
doch Erinnerungen bilden sich zu Haufen.
Wie kleine Narben, so weiß und so still, bleibt
deine Abwesenheit tief in mir drin. Ein
Rest, den man gar nicht mehr spüren will,
doch ich frag mich, ob ich noch in dir bin.
Ich vermisse das Lachen über nichtige Dinge,
die sinnlosen Worte, das blinde Versteh’n.
Dass ich bei Freude zuerst zu dir ginge,
statt allein durch die Straßen zu geh’n.
Und geht es mir schlecht, such ich deine
Stimme, die mir verspricht, dass alles wird
gut. Dass ich im Chaos noch sicher schwimme-
jetzt fehlt mir zum Weitermachen der Mut.
Ich weiß, dass es endet, ich kenne den Grund, doch das Loch, das du lässt, schmerzt noch immer ein Stück. Die Sehnsucht im Herzen, das Schweigen im Mund –ich gehe nach vorn und schau doch zurück.

Dana Stella Schuhr

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