Das Leben fordert, drängt und
treibt, stellt Hürden in die Bahn,
und was an Mühsal übrig bleibt,
fängt stets von vorne an.
Der Alltag lärmt, die Stunde flieht,
man rennt im fremden Takt,
bis man das Licht im Innern
sieht, das leise sich entpackt.
In meines Herzens tiefstem
Grund kehrt sanft der Friede ein.
Es schweigt der Sorgen lauter
Mund, ich darf ganz bei mir sein.
Was draußen schwer wie Eisen
wog, wird hier zu Federlicht,
weil jener Sturm, der an mir
zog, an meiner Stille bricht.
Wie Abendwind, der Kühlung
bringt, rührt Zuversicht mich
an, ein Lied, das ohne Worte
schwingt und Kummer lösen kann.
Es ist dies Innehalten hier,
das meine Seele nährt, ein
leises „Ja“ von mir zu mir,
das alles Schwere klärt.
Was draußen tobt verliert den
Schein, die Seele atmet aus –
wer lernt, sich selbst ein Freund
zu sein, kommt endlich an zu Haus.

Dana Stella Schuhr
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