Ein leiser Abschied, schwer und sacht,
das Licht verblasst, das uns erhellt,
was gestern uns noch glücklich macht,
entgleitet nun der eignen Welt.
Man möchte halten, was man liebt,
die Augenblicke fest umschlingen,
doch was der Augenblick uns gibt,
will in das Morgen weiterklingen.
Zerreiß das Netz der alten Sorgen,
vertrau dem Sturm, der Altes bricht,
denn nur im Schatten unsrer Morgen
entfaltet sich ein neues Licht.
Wo Schatten nun die Leere füllen,
wächst still ein Keim aus dunkler Erden,
um Sehnsucht leise zu enthüllen
und neues Glück daraus zu werden.
Denn jedes Ende, das uns schmerzt,
ist nur ein Weichen, ein Verblassen,
damit ein Wunder, neu beherzt,
den Raum erfüllt, den wir verlassen.

Dana Stella Schuhr
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