Sie sehen dich erst, wenn du schon
gehst, wenn du nicht mehr im Sturme
stehst. Erst wenn die Stille Antwort
gibt, behaupten sie, man hätt’ geliebt.
Sie suchten Trost an fremden Orten,
mit schnellen Küssen, kalten Worten.
Sie wollten dich durch Glanz ersetzen,
doch fanden nur ein tiefes Netzen.
Dein Gutes wurde weggewischt, aus
Fehlern wird ein Gift gemischt. Nur
das, was schmerzt, blieb im Gedächtnis,
als wäre das dein Markt-Vermächtnis.
Doch kaum beginnst du neu zu blühen,
sieht man sie wieder um dich mühen.
Dein neues Glück ist ihnen Qual, sie
kommen zurück – zum zweiten Mal.
Nicht aus Reue, nicht aus Licht- sie
ertragen dein neues Lächeln nicht!
Sie wollen Macht, nicht dein Gedeihen,
willst du ihnen wirklich noch verzeihen?
Bleib bei dir, geh deinen Lauf, und fang die
alten Schatten nicht mehr auf. Verschließ
die Tür mit Blick nach vorn in allen Foren
aus deinem Schmerz wird Kraft geboren!

Dana Stella Schuhr

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