Die Welt wird still, das Licht wird weit,
es weicht, was war, aus dieser Zeit.
Manch Abschied fühlt sich schwer und
leer, als gäbe es kein Morgen mehr.
Doch was dich verlässt, was von
dir geht, ist nur der Wind, der Altes
weht. Es ist kein Strafen, kein Verlust,
nur Freiheit, derer du bedarfst.
Was dir entglitt, war längst zu klein,
um Heimat deiner Seele zu sein. Wo
Leere scheint, wird Raum gemacht,
für das, was tief in dir erwacht.
Verwechsle Stille nicht mit Not,
sie ist der Keim, der leise droht,
das Alte sanft zu durchbrechen,
um Neues endlich auszusprechen.
Denn was zerbricht in wildem
Lauf, bricht oft nur eine Türe auf.
Das Chaos ist kein Endeschein –
es will der erste Anfang sein.

Dana Stella Schuhr
Schreibe einen Kommentar