Wir hetzen durch die Zeit, auf fernen Spuren,
als fehlte uns zum Glück ein letztes Stück.
Wir jagen Zielen nach und blicken auf die Uhren,
und lassen dabei uns selbst oft weit zurück.
Doch vielleicht ist Werden gar nicht unser Ziel,
kein Turm, den man aus fremden Steinen baut.
Vielleicht ist all das Wollen nur ein Spiel,
das uns die Sicht auf unser Wesen raubt.
Es geht darum, die Masken abzulegen,
den schweren Mantel, der uns gar nicht passt.
Sich ohne Stolz und ohne Maske zu bewegen,
befreit von jeder fremd erwarteten Last.
Erinnere dich ans Staunen, an das Kind,
das einfach war, ganz ohne Plan und Pflicht.
Die Stille tief in dir, wo wir zu Hause sind,
braucht keinen Beifall und kein Rampenlicht.
Du musst nicht glänzen, um von Wert zu sein,
sei einfach echt, mit Rissen und mit Mut.
Lass Liebe zu und lass das Leben ein,
denn so, wie du schon bist, ist es bereits gut.
Am Ende zählt nicht, was du angehäuft,
kein Titel und kein Sieg in fernen Schlachten.
Nur, ob dein Herz im Einklang mit dir läuft und
wie wir wach und offen unser Dasein brachten.

Dana Stella Schuhr
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