An einem andern Ort

Wohin nur mit dem Zehren, dieser Pein?
Ich reiß’ dich aus dem Herzen, Stück für Stück.
Was hart war, weicht – ich will dich nicht
zurück, doch find’ ich keine Ruh’ im Alleinsein.

Wo Liebe brannte, klafft ein tiefer Spalt, die
Hoffnung floh, das Maß ist längst vollbracht.
Die Sehnsucht droht in jeder dunklen Nacht,
mein Geist ist trüb, die Welt ist ohne Halt.

Ich lass dich gehen, such’ einen neuen Hort,
vielleicht – dereinst – ein fernes Wieder-
sehen an einem stillen, ganz verschwiegnen
Ort. Doch wer zu oft die Wunden offen trug…

lässt Liebe nur noch zögernd auferstehen.
Denn jede Hoffnung hing am Abgrund fest,
bevor die Stille jeden Pfad zerbrach.
Was uns verband, war nur ein müder Rest,

ein Schatten-Suchen, dem kein Licht versprach.
Ein letztes Eis, ein kalter Trost für mich damit
mein Herz nicht völlig in dir bricht –denn
diesen Schmerz, nein, den verdienst du nicht.

Dana Stella Schuhr

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