Oft las ich Zeilen, dachte mir bloß: „Das ist
doch erdichtet, das ist zu groß!“Ich schalt
auf den Kitsch und das schmalzige Wort,
und lachte die Tränen der Dichter fort.

„Zu viel Happy End, zu viel Tropf-Tropf-Gefühl,
das echte Leben ist meistens doch kühl!“ Doch
dann, wie durch Zauber, ganz plötzlich und ganz
sacht, hat es in mir selbst diese Flamme entfacht.

Der Zoo ist im Bauch und das Herz macht „whoo-
hoo!“ ich zähle mich jetzt zu den Liebenden zu.
Wer will schon glauben, was Liebe so schreibt?
Nur wer sie im Inneren wirklich begreift.

Wem das geschah, was wie Dichtung erklingt,
der weiß, wie die Seele im Gleichtakt dann singt.
Vom ersten Moment an, da wusste ich gleich:
Bei dir ist es anders, mein Inneres wird weich.

Dein Wort prallte nicht an der Oberfläche ab,
weil es mir ein ganz neues Leuchten erst gab.
Es ging durch die Haut, durch die Knochen hin-
durch,vertrieb jede Skepsis und jegliche Furcht.

Es lief durch den Körper, bis tief in den Kern, ich
hab dich, mein Herzblatt – so unendlich gern.
Du setzt die Markierung, die ewig nun bleibt,
das schönste Gedicht, das das Leben mir schreibt.

Dana Stella Schuhr

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