„Sag mal“, fragte der Hund ganz leise,
„warum begann uns’re gemeinsame Reise?
Ich war doch winzig, hab nichts gewusst,
warum war ich es, den du wählen musst?“
Der Mensch, der lächelte, sanft und mild:
„Du warst so niedlich, ein herziges Bild.
Ich sah dich an und es war geschehen,
ich konnte an dir nicht vorübergehen.“
„Doch denk an das Pipi, die Vase, den
Schrank, den Teppich, die Blumen – ich
machte dich krank! Meine Haare auf
Kleidern, das Chaos, die Not- hast du nie
gedacht an ein Hundeverbot?“ „Ach was“,
sprach der Mensch und streichelte sacht,
„ich hab zwar geschimpft, und doch dann
wieder gelacht. Wenn du bei mir liegst …
und tief in mich blickst, ist all das vergessen,
was du mal vermurkst. Genauso wie Kinder,
die Unfug mal treiben, sollst du für immer an
meiner Seit’ bleiben.“.Der Hund sah sie an…
sein Blick wurde schwer: „Doch schau mich
jetzt an, ich kann vieles nicht mehr. Ich
koste viel Geld, bin klapprig und alt, die
Knochen sind müde, die Nächte sind kalt.
Ich rieche nicht frisch und brauche Diät –
hast du nicht Angst, dass die Liebe verweht?“
Das Frauchen, es schluckte, die Träne sie
rannt’, sie hielt seine Pfote in ihrer Hand:
„Mein Schatz, du bleibst immer mein Baby
für mich, kein Reichtum der Erde ersetzt
jemals dich. Du hast mich getröstet, wenn
Tränen ich weinte, warst mein Lichtblick…
wenn keine Sonne mehr scheinte. Was
du mir gegeben an Treue und Glück, das
geb ich dir jetzt mit der Pflege zurück. Ich
werde dich halten, bis alles vergeht…
weil unsere Liebe weit über dem steht.“ Der
Hund hob die Pfote, ganz zart und ganz fein,
und schleckte die Wange des Menschen kurz
rein. In ihren Augen ein Funkeln wie Licht…
mehr Liebe braucht es für, pures Glücklich-
sein nicht. Ein Hund ist ein Familienmitglied,
wie ein ewig kleines Kind im Herzen wir bis
in die Ewigkeit verbunden sind

Dana Stella Schuhr
Schreibe einen Kommentar