Das Ufer des Jetzt

Lass das Gestern am Ufer, die Strömung zieht
fort, dein Leben geschieht nur an diesem Ort.
Nicht in der Sorge, nicht im „Was wäre wenn“,
nur hier darfst du dich beim Namen nenn’n.

Der Atem, der kommt, und der Atem, der geht,
ist die einzige Wahrheit, die wirklich besteht. Kein Morgen verspricht dir das Glück, das du suchst,
wenn du heute den Augenblick leise verfluchst.

Die Welt um dich her ist ein offenes Buch, doch
du liest nur in Schmerz und im alten Fluch?
Schau auf die Gräser, das Licht auf dem Stein,
sie fordern nichts ein – sie dürfen nur sein.

Versöhn dich mit dem, was gerade erscheint, mit
dem, was noch lacht und dem, was noch weint.
Denn erst wenn du aufhörst, das Jetzt zu verbiegen,
beginnt deine Seele im Stillen zu fliegen.

Dana Stella Schuhr

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