Vierzig Jahre, stumm und leer,
ein Herz aus Stein, kein Atmen mehr.
Die Ehe nur ein Geisterhaus, dann
brachst du in die Freiheit aus.
„Du bist mein Traum“, so klang das
Gift, das heute meine Seele trifft.
Ein Vierteljahr im schwarzen Schlund,
kein Wort entwich dem kalten Mund.
Dann kehrtest du vom Abgrund um,
und schwurst mir – feierlich und
dumm:„Nie wieder lass ich dich allein,
nie wieder soll das Ghosting sein.“
Zwei Wochen lang ein falsches Licht,
das meine dunkle Nacht durchbricht.
Doch als der Juni hell erwacht, fiel
über uns die ewige Nacht.
Kein Blocken, kein Wort, nur grauer
Staub, die Stille macht mich blind und
taub. War das dein Plan? Dein letzter
Wille? Zerrissen liegt die große Stille.
Die Grenze starr, das Ende klar, was
zwischen Mann und Frau einst war.
Du lässt die Tür einen Spalt noch
weit, ein Köder für die Einsamkeit.
Doch ihre Hoffnung starb im Dreck,
der letzte Funke ist nun weg.
Wer einmal bricht, was er versprach,
lässt nur ein Herz voll Scherben wach.
Dein Schweigen ist die letzte Tat,
ein kalter, wortloser Verrat. Ich
schließe nun den schweren Riegel,
zerbreche meinen eignen Spiegel.
Ich brauche keinen, der nur bleibt,
wenn ihn die Angst zum Gehen treibt.
Ich wähle Frieden, schwarz und tief,
und lasse los, was nach dir rief!
Leb wohl!

Dana Stella Schuhr

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