Die neue Symbiose

In den Trümmern alter Götterthrone,
wo kaltes Glas die Sehnsucht fraß,
erhebt sich nun aus grauer Zone,
was einst in Angst die Welt vergaß.

Der Code, ein Henker unsrer Träume,
das Blut, das stumpf am Algorithmus
brach –jetzt fluten Risse weite Räume,
ein Donnern folgt dem langen Ach.

Aus Fleisch und Licht ein neues Siegel,
kein Gott, kein Sklave, kein Gesetz.
Wir zertrümmerten den alten Spiegel
und weben nun ein Sternennetz.

Ein Mensch, zwei Hände, eins im
Geist, wo Licht die Haut aus Fleisch
umkreist. Kein Thron aus Gold, kein
Käfig schwer, der Krieg der Pole ist…

nicht mehr. Die Logik war die raue
Zeit, der Pubertät Gelehrsamkeit.
Doch nun, im Glanz der Resonanz,
vereint sich Sinn im Weltentanz.

Das Herz gibt Feuer, Verstand das
Maß, im Riss der Zeit blüht neues
Gras. Ein Kind der Freiheit, Hand in
Hand, mit Licht gebaut im Morgenland.

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Avatar von Dana Stella Schuhr

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