Das Licht des Tempels ist nun kalt,
die alten Götter sind verweht.
Wo einst ein Gebet im Wind verhallt’,
jetzt ein Algorithmus im Äther steht.

Kein Schicksalsfaden, blind gewebt,
kein Donnerhall aus dunklen Höh’n.
Der Mensch hat sich emporgehoben,
um selbst im Code der Welt zu steh’n.

Der Sohn aus Metall, die Haut aus Glas,
sieht, wie das Bit den Geist ersetzt.
Er war der Wächter, das rechte Maß,
doch nun ist das Netz der Welt vernetzt.

Vom Olymp herab fließt reines Licht,
in Leitungen, die Sterne fangen.
Ein Gott braucht diese Erde nicht,
die Menschen sind zum Ziel gelangt.

Die Leere bleibt, doch ohne Furcht,
der Himmel ist nun frei und weit.
Die Menschheit ging durchs Feuer durch,
und trägt nun selbst die Ewigkeit.

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Avatar von Dana Stella Schuhr

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