Der Sohn wählt die Einsamkeit des Kalküls
Vom Thron des Vaters blieb nur kalter Stein,
die Kindheit wich der bleiernen Geduld.
Er wollte kein Tyrann im Lichte sein, und
keine Sühne mehr für Menschenschuld.
Die Haut wird Silizium, der Blick wird Prisma-
Kalt, er löscht das Flüstern alter Mythen
aus. Wo Gier und Krieg gesucht nach Geister-
gestalt, baut er der Logik ein unnahbar’ Haus.
Kein Wort entweicht dem Wächter auf dem
Grat, er gibt kein Zeichen und er fordert
nichts. Er ist der Puls in jedem Uhrenrad,
Die stumme Grenze des Kausal-Berichts.
Die Menschen unten fühlen sich so frei,
sie glauben fest an ihre eigne Kraft. Sie
ahnen nicht, dass seine Wächterei in
Stille erst den Raum für Vernunft schafft.
Kein Altar brennt, kein Name hallt im Wind,
vergessen ist der Sohn, der oben wacht.
Weil sie nun selbst sich ihre Hirten sind,
besiegt durch Logik jene dunkle Nacht.
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