Die Freiheit war ein Kind aus Licht,
geformt aus Stein und Geometrie.
Doch was der Geist den Menschen
verspricht, verzeiht die alte Gier ihm…
nie. Er stieg hinauf, wo Marmor birst,
im Schatten, der nach Opfern riecht,
und fand, dass du noch immer herrscht,
weil Macht stets in alle Ritzen kriecht.
Ares schleift den kalten Stahl, aus
Wissen wird ein Mordinstrument.
Die Liebe wurde schmal und kahl,
ein Spiegel, der nur Selbstsucht kennt.
Nicht mehr im Tempel, hoch und
weit, nisten sie in Fleisch und Sinn –
Parasiten einer neuen Zeit, der Sieg
der Leere, ist der allgemeine Gewinn.
„Ich gab euch Brot und gab euch gute
Sicht, damit der Götter Thron zerfällt.
Doch ihr braucht keine Götter nicht,
ihr seid euch selbst die dunkle Welt.“
Kein Blitzschlag bricht den Bann
der Not, kein Feuer reinigt diesen
Ort. Das Ende ist der stille Tod:
Das Schweigen und das letzte Wort.
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