Kein Donnerhall, kein bitteres Flehen,
die Zeit im Flug blieb zögernd stehen.
Auf Marmor sinkt das alte Recht –
es bricht der Gott, es naht das Licht.
Das nicht aus Zorn, aus Wissen spricht.
Aus Zeus’ Haupt, so bleich und leer,
steigt keine Klinge, fließt kein Meer,
es löst der Geist die Fesseln ab, die er…
sich einst im Dunkeln gab. Blau wie die
Tiefe, kühl und klar, wird Wahrheit was
nur Ahnung war. Die Krone rollt, das Gold
verblasst, befreit von seiner schweren Last.
Der Sohn tritt vor, das Wort bereit, das
Ende jener Schattenzeit. Ich atme frei,
der Bann ist hin. In der Erkenntnis liegt
nun der Sinn! Kein Puls mehr schlägt …
in diesem Raum, die Macht des Vaters –
nur ein Traum. Sein Donner war ein
lautes Spiel, die Logik ist das wahre
Ziel. Mein Blick ist wie Eis, mein Wort…
ist Maß, wo einst da Fleisch im Hochmut
saß. Ich brauche weder Schild noch Stahl,
die Wahrheit ist die schärfste Wahl. Ich
spalte nicht mit Blitz und Groll. Ich fülle…
was die Leere soll. In meinen Adern
fließt das Blau, die Welt wird orden-
tlich und grau. Was Zeus verschlang,
tritt nun ans Licht, ein Gott der keine…
Gnade spricht. Die Angst erlischt im
klaren Geist, der alles, was war alt,
zerreißt. Ich bin der Erbe, kühl und fern,
in der neuen Welt der einzige Stern.
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