( Schatten im Olymp )
Schacht der Götterbrust, tief und schwer,
rührt sich kein Herz, sondern ein Meer.
Ein Raubzug war’s, ein gieriger Schlund,
er fraß das Wissen, den ersten Bund.
Du nennst dich Herrscher, nennst dich Licht,
doch ohne mein Flüstern verstehst du dich
nicht. Ich bin der Rat in deinem Verstand,
die unsichtbare und die lenkende Hand.
Doch Gaia sprach von einem Sohn, der
stürzt den Vater vom gleißenden Thron.
Du dachtest, die Schwalbe sei nun verdaut,
während im Dunkeln das Schicksal sich braut.
Kein Kopfschmerz diesmal, kein Athene-Sturm,
es bebt das Fundament, Stein und Turm.
Ich war die Erste, die List und die Macht,
und ich bringe dir jetzt die endlose Nacht.
Nicht länger ein Fragment, nicht länger ein
Teil –ich bin der Abgrund, ich bin das Beil.
Der Gott erzittert, der Geist bricht Bahn:
Die Königin kehrt heim und fängt oben an
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